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    <title>rabenhorst - Papier</title>
    <link>http://rabe.supersized.org/</link>
    <description>Wenn Du dieses Weblog liest, wirst Du nie wieder ruhig schlafen.</description>
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    <title>123 Millionen für Kontrolle und Überwachung</title>
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            <category>Owl</category>
            <category>Papier</category>
            <category>Politik</category>
            <category>Rüstung</category>
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            <category>Überwachung</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Ui, die F.A.Z hat in &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub28FC768942F34C5B8297CC6E16FFC8B4/Doc~E2B6F6023A8C845ED869DEBF23765562B~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;&gt;Roboter sollen vor Terror schützen&lt;/a&gt; jetzt auch das &lt;a href=&quot;http://rabe.supersized.org/archives/643-UEberwachungsforschung-im-exklusiven-Kreis.html&quot;&gt;Forschungsprogramm zur Inneren Sicherheit (sprich Überwachung- und Kontrollforschung) der Bundesregierung&lt;/a&gt; im Rahmen des &lt;a href=&quot;http://rabe.supersized.org/archives/476-Die-Aufruestung-der-Grossen-Brueder.html&quot;&gt;Sicherheitsforschungsprogramms der EU&lt;/a&gt; entdeckt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inhalt des Entwurfs zum &quot;Programm für zivile Sicherheitsforschung&quot; des Bundesministeriums für Forschung und Bildung, aus dem die F.A.Z plaudert &amp;#8211; wie sollte es anders ein &amp;#8211; neue &lt;a href=&quot;http://rabe.supersized.org/categories/4-CCTV-Video&quot;&gt;Videoüberwachungskameras mit intelligenter Videoverarbeitung&lt;/a&gt; zur &lt;a href=&quot;http://rabe.supersized.org/archives/890-Facettenreiche-Verhaltensueberwachung-mit-Videokameras.html&quot;&gt;Erkennung &quot;verhaltensauffälliger&quot; Menschen&lt;/a&gt; (in Großbritannien heißt das direkter &lt;a href=&quot;http://rabe.supersized.org/archives/840-Videoueberwachung-fuer-den-Webpranger.html&quot;&gt;&quot;anti-soziales Verhalten&quot;&lt;/a&gt;) und zur Überwachung der &quot;sozialen Dynamik&quot; von Menschenmengen, -aufläufen und -massen (sprich &lt;a href=&quot;http://rabe.supersized.org/archives/828-All-Along-the-Watchtower.html&quot;&gt;Früherkennung von Aufständen&lt;/a&gt;), Aufrüstung von Zugangskontrollsystemen mit &lt;a href=&quot;http://rabe.supersized.org/categories/3-Biometrie&quot;&gt;biometrischen Identifizierungstechniken&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://rabe.supersized.org/archives/91-Bis-auf-die-Haut.html&quot;&gt;&quot;Body-Scannern&quot;&lt;/a&gt;, neue &lt;a href=&quot;http://rabe.supersized.org/archives/940-Neue-UAVs-am-Horizont-fuer-die-globale-und-urbane-Kriegsfuehrung.html&quot;&gt;UAVs&lt;/a&gt; (unbemannte Flugvehikel, auch &quot;Drohnen&quot; genannt) für &lt;a href=&quot;http://rabe.supersized.org/archives/212-Fliegende-Wanzen.html&quot;&gt;Sicherheitskräfte zur Überwachung aus der Luft&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neu ist, dass es nicht 100, sondern noch 23 Millionen Euro mehr bis 2010 sein sollen, die Bundesforschungsministerin Schavan für unsere Überwachung locker machen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was daran futuristisch sein soll und mit einem Standbild aus &quot;RoboCop II&quot; untermalt werden muss, ist mir schleierhaft. Wir holen doch nur nach, was in Großbritannien und den USA entweder gerade entwickelt oder bereits im Einsatz ist. 
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    <pubDate>Sun, 17 Dec 2006 23:17:17 +0100</pubDate>
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    <title>Die mächtigen Raben</title>
    <link>http://rabe.supersized.org/archives/903-Die-maechtigen-Raben.html</link>
            <category>Papier</category>
            <category>Radio</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Passt gerade nach einem Herbstspaziergang:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 70%; font-style: italic; &quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-weight: bold; &quot;&gt;Die Scharen von mächtigen Raben&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Es fliegen im Abend tief über die Ähren&lt;br /&gt;
Die Scharen von mächtigen Raben,&lt;br /&gt;
Wie Geheimnisse lautlos, die sich begraben,&lt;br /&gt;
Wie Gedanken, die sich im Zwielicht mehren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Und es hängen die Ähren zum Straßengraben,&lt;br /&gt;
Als ob sie Sehnsucht nach Menschen haben.&lt;br /&gt;
Es steht noch ein Mäher im Klee, im dunkeln;&lt;br /&gt;
Du hörst nicht die Sense, du siehst nur ein Funkeln.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Es huscht noch ein Vogel schnell in die Hecke,&lt;br /&gt;
Die Feldwege schlängeln sich hinter Verstecke,&lt;br /&gt;
Die Raben kreisen und machen Runden,&lt;br /&gt;
Tauchen unter und sind in der Erde verschwunden.
&lt;/div&gt;
Von &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Dauthendey&quot;&gt;Max Dauthendey (1867 - 1918)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Via: WDR Radiosendung &lt;a href=&quot;http://www.wdr.de/radio/wdr3/sendung.phtml?sendung=WDR+3.pm&amp;amp;termineid=348173&amp;amp;objektart=Sendung&quot;&gt;&quot;Die Seele der Raben&quot;&lt;/a&gt; (noch bis 18:00 Uhr) :) 
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    <pubDate>Sat, 18 Nov 2006 15:49:41 +0100</pubDate>
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    <title>Neuer Masterplan für US-Geheimdienste</title>
    <link>http://rabe.supersized.org/archives/747-Neuer-Masterplan-fuer-US-Geheimdienste.html</link>
            <category>Geheimdienste</category>
            <category>Internet / TeKo</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Die Washington Post schreibt in &lt;a href=&quot;http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2006/08/08/AR2006080800964_pf.html&quot;&gt;A Fight Against Terrorism &amp;#8211; and Disorganization&lt;/a&gt; lang und breit über die Rangeleien zwischen den US-Geheimdiensten und den neuen, 160-seitigen und bisher geheimen &quot;National Implementation Masterplan&quot; für die Geheimdienstcommunity, der wohl die &lt;a href=&quot;http://www.whitehouse.gov/news/releases/2003/02/counter_terrorism/counter_terrorism_strategy.pdf&quot;&gt;National Strategy for Combating Terrorism von 2003&lt;/a&gt; ersetzen wird &amp;#8211; nennt aber so gut wie keine substanziellen Informationen zum Inhalt des Masterplans. Selbstauferlegte oder gedungene Zurückhaltung im Licht zunehmender Angriffe seitens der US-Regierung gegen Enthüllungen in der US-Presse, die Angelegenheiten der &quot;Nationalen Sicherheit&quot; betreffen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Neben einigen Zahlen zur Finanzierung und dem Personal, die nur verdeutlichen, dass die Ressourcen der Dienste weiter aufgerüstet werden, kann man dem Artikel nur entnehmen, dass unter&#039;m Strich das National Counterterrorism Center (NCTC), das dem Direktor für die nationalen Geheimdienste Negroponte untersteht, größeres Gewicht eingeräumt wird, während dem Ansinnen von Rumsfeld, dem Pentagon immer größere Geheimdienstbefugnisse zuzuschustern, ein Riegel vorgeschoben werden soll. Ach ja, der &quot;National Implementation Plan&quot; stammt von Autoren des NCTC :) Neben der militärischen und technischen Geheimdienstarbeit will man sich auch wieder mehr dem ideologischen Kampf um die &quot;Herzen und Ideen&quot; der potentiellen Aggressoren widmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe auch:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://rabe.supersized.org/archives/471-100.000-Spies.html&quot;&gt;100.000 Spies&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://rabe.supersized.org/archives/574-Big-Brothers-und-das-Web-2.0.html&quot;&gt;Big Brothers und das Web 2.0&lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Wed, 09 Aug 2006 12:20:33 +0200</pubDate>
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    <title>Kein Cicero Verfahren</title>
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            <category>Anonymität</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    &lt;a href=&quot;http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID5725978_REF1,00.html&quot;&gt;Strike&lt;/a&gt;! Das Potsdamer Langericht hat eine Klage gegen Bruno Schirra und Johannes von Dohnanyi wegen Geheimnisverrats aufgrund der Cicerosache abgelehnt, da ja die Informationen bereits relativ frei herumschwirrten und der BKA-Vertreter anonym geblieben ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mmh, wenn man das auf die Klagen der Bürgerrechts-NGOs gegen AT&amp;#38;T / NSA in den USA übertragen wollte, dürfte dort mit gleichen Begründungen auch das Pochen auf Staatsgeheimnisse seine Kraft verlieren. Aber dort will man das Ganze ja gesetzlich beim geheimen FISA Gericht vergraben. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 18 Jul 2006 12:01:37 +0200</pubDate>
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    <title>J12 Hawks Traveler</title>
    <link>http://rabe.supersized.org/archives/684-J12-Hawks-Traveler.html</link>
            <category>Anti-Überwachung</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Weil es mit seinem Cover lockte, auf der ein unverzichtbares Requisit der Cyberpunkliteratur der 80er abgebildet war &amp;#8211; ein Gesicht mit einer verspiegelten Brille, im Science-Fiction Regal der örtlichen Bibliothek stand und mir im Klappentext die Schlagworte der &quot;totalen Überwachung&quot; und des &quot;Kampfes für Freiheit und Selbstbestimmung&quot; ins Auge sprangen, habe ich den Roman &lt;span class=&quot;italy&quot;&gt;Traveler&lt;/span&gt; des Autors, der sich hinter dem Pseudonym John Twelve Hawks verbirgt, mitgenommen und durchgelesen. Ich habe es bereut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wer lieber ohne meine Angaben und Verurteilungen das Buch lesen will, der sollte jetzt aufhören, weiter zu lesen :)
&lt;div class=&quot;mitte&quot; style=&quot;width: 450px; &quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/17-07-06-traveler1.jpg&quot; alt=&quot;Traveler Cover&quot; width=&quot;222&quot; height=&quot;337&quot; /&gt; &lt;img src=&quot;http://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/17-07-06-traveler2.jpg&quot; alt=&quot;Traveler Cover&quot; width=&quot;222&quot; height=&quot;337&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Traveler&quot; oder &quot;Harlequin&quot; als &quot;Post-Cyberpunk&quot; und einmal als &quot;Easy Rider&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=154968&quot;&gt;Angaben&lt;/a&gt; zur deutschen Ausgabe:&lt;br /&gt;
Originaltitel: The Traveler - The Fourth Realm&lt;br /&gt;
Seiten: 544&lt;br /&gt;
Erschienen: Februar 2006&lt;br /&gt;
ISBN: 3-442-20300-7&lt;br /&gt;
Verlag: Page &amp;#38; Turner&lt;br /&gt;
Preis: 19,95 Euro
&lt;/div&gt;
 Worum geht&#039;s in Kürze im Traveler?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt stehen zwei Brüder, die zu den &lt;span class=&quot;italy&quot;&gt;Travelern&lt;/span&gt; gehören. Das sind Menschen mit besonderen Fähigkeiten, zu denen u. a. auch gehört, andere Menschen dazu zu bewegen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, das frei von gesellschaftlichem Anpassungsdruck und der unkritischen Übernahme des vorherrschenden &quot;Life-Styles&quot; und der Normen ist. Auch deshalb stellen sie eine Gefährdung für eine Gruppierung namens &lt;span class=&quot;italy&quot;&gt;Tabula&lt;/span&gt;, auch &lt;span class=&quot;italy&quot;&gt;die Bruderschaft&lt;/span&gt; (Dan Brown lässt grüßen) genannt, dar, die im Hintergrund daran werkelt, ein politisches und technisches System der totalen Kontrolle und Überwachung zu realisieren. Mit Hilfe einer wortkargen Schwertkämpfer-Amazone, die zur Gruppierung der &lt;span class=&quot;italy&quot;&gt;Harlequins&lt;/span&gt; gehört, die als Kämpfer die Traveler beschützen und der Unterstützung zwei weiterer Personen, gelingt es einem der Brüder, sich dem Zugriff der Tabula zu entziehen, während der andere Bruder sich mit seinen Travelerfähigkeiten in den Dienst der Tabula stellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Alle Personen des Buches bleiben flach und schablonenhaft. Sie wirken wie Figuren aus einem Comic, die bestens dazu geeignet sind, in einem zweistündigen Hollywoodreißer aufzutreten. Der Verdacht, dass ich hier ein vorerst abgelehntes Drehbuch vor mir hatte, das dann zu einem Buch verarbeitet wurde oder andersherum &amp;#8211; ein Buch, das so geschrieben ist, dass ein Drehbuchschreiber daraus schnell ein Filmscript basteln kann, begleitete mich bis zum Ende des Buches. Das Buch ist gespickt mit gängigen Actionszenerien, die man zum Beispiel aus Matrix, Brazil und anderen SciFi Filmen, aber auch Thrillern wie Mission Impossible kennt &amp;#8211; Verfolgungsjagden auf Highways, das Eindringen in Hochsicherheitsbereiche, Killerkommandos und Todesschwadronen, die schutzlose Personen heimsuchen und die Dr-Kimble-Flucht, die zum Unterschlupf bei Verbündeten in der Wüste führt. Die es aber nicht schaffen, Spannung zu erzeugen, eben weil sie so bekannt sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Dialoge der Protagonisten, von denen es auch reichlich im Buch gibt, sind entweder oberflächliches Gefasel oder überladen mit trockenen, aber auch oberflächlich bleibenden Aussagen, warum, von wem und wie die totale Überwachung zustande kommt und weshalb die Gegenspieler dagegen ankämpfen müssen. Das muss vom Drehbuchschreiber dann nur noch visuell in Szene gesetzt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Auch taucht hier wieder das klassische Schwarz-Weiß Schema auf, mit dem guten Traveler-Bruder, der sich der Macht des Lichts widmet, während sich der böse Bruder als &quot;Cold Traveler&quot; auf die dunkle Seite der Macht ziehen lässt (Luke, Du gehörst zu uns, sprach der Imperator, bevor er verschrumpelte), der bösen Bruderschaft und den guten Harlequins und ihrer Söldner, die für die gute Sache kämpfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ansatzweise versucht der Autor bei einzelnen Figuren und dem gesellschaftlichen Kontext Grauzonen sichtbar zu machen, aber es bleibt beim Anssatz.&lt;br /&gt;
So kämpft zwar die Harlequin-Amazone für die Guten, geht dabei aber ohne jeden Skrupel sehr blutig zu Werke, ein Harlequin-Genosse entpuppt sich gar als Verräter. Neben den aufgestellten Hauptkontrahenten gibt es auch noch die gesellschaftlichen Kreise der &quot;Bürger&quot; und &quot;Drohnen&quot;. Bürger sind liberale Intellektuelle, die meinen den Durchblick zu haben, für die es dann aber doch besser ist, eine Yuppiekarriere hinzulegen und die nächste Party zu besuchen, während Drohnen sich aus den unterpriviligierten Klassen rekrutieren, die nur damit beschäftigt sind, den alltäglichen Überlebenskampf zu bewältigen und sich deshalb prima von den Tabula für ihre Zwecke einspannen lassen. Das war&#039;s auch schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Besonders ärgerlich ist in meinen Augen die Verwendung des abgenudelten Klischees einer geheimen Weltverschwörung in Gestalt des Geheimbundes der Bruderschaft, die auch noch bei ihren Gegnern Tabula heißen, weil sie eben politisch und technisch &quot;Tabula rasa&quot; mit der Gesellschaft machen wollen, um ihr Macht- und Herrschaftssystem zu verwirklichen. Bilderberg und die Illuminaten lassen kräftig grüßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt dieser Weltverschwörung steht ein ehemaliger General, für dessen Figur der Autor wohl Anleihen bei Admiral Poindexter nahm, Direktor des Terrorist Information Awareness Systems und nationaler Sicherheitsberater unter Reagan oder bei General Hayden, Ex NSA- und aktueller CIA-Direktor. Dieser General konnte seine Allmachtsfantasien nicht im White House verwirklichen und spinnt nun seine Ränke über eine Deckorganisation in Form einer Stiftung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im Fokus seiner Bemühungen steht ein Quantencomputer, die &quot;Traveler&quot; zu einer Episode verkommen lassen, wie sie auch bei Akte-X, X-Factor oder Outer Limits vorkommen mag. Daraus scheint sich Hawks neben bekannten SciFi Filmen und Dystopieklassikern ebenfalls heftig bedient zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Denn nicht nur, dass der Quantencomputer geschildert wird wie des Teufels Kapsel aus Carpenters &quot;Fürsten der Dunkelheit&quot; &amp;#8211; ein Glasbehältnis mit einer rotierenden grünen Pampe, in der es verdächtig blitzt. Nein, die Baupläne für weitere Quantencomputer stammen auch noch von Aliens, die in einer der Sphären oder Paralleluniversen hausen, in die auch die Traveler wechseln können. Wenn die Partikel des Quantencomputers, die wie die Traveler in den anderen Dimensionen verschwinden und wieder in die Dimension der guten, alten Erde zurückkehren, haben Aliens die Partikel mit Daten vollgepackt, die der Weltverschwörung zum Bau verbesserter Quantencomputer verhelfen, die dazu benötigt werden, das gigantische Volumen zu verarbeiten, das jeden Tag durch den Zoo von Überwachungs- und Kontrolltechniken anfällt. Die Verarbeitung der Daten durch die Quantencomputer und die Entwicklung neuer Überwachungstechniken mit ihrer Hilfe stellt im Buch den Schlüssel dar, der der Bruderschaft zur letztendlichen Weltherrschaft verhelfen soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Dafür verlangen die Aliens eine Rückfahrkarte in Gestalt einer Reiseanleitung zur Erdensphäre, die ihnen der böse Traveler-Bruder, verkabelt mit dem Quantencomputer, bei seinen Reisen in die anderen Dimensionen liefert. Filme wie &quot;Contact&quot;,  &quot;Sie leben&quot; oder &quot;Die Ankunft&quot; lassen auch hier grüßen. Der erste Besuch des guten Traveler-Bruders in einer anderen Dimension ist fast die exakte Darstellung der Ankunft von Jodie Foster in &quot;Contact&quot;, wenn die mit ihrem Transportgerät, dessen Baupläne durch Aliens übermitteltet wurden, im Universum der Aliens &quot;aufschlägt&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber kommen wir zu den ärgerlichen Travelern &amp;#8211; zu denen im Buch auch darauf angespielt wird, Personen wie Jesus und Buddha wären erste Traveler gewesen, während die Harlequin-Kämpfer getreu dem Ahasvermythos dazu verdammt sind, die Traveler bis in alle Ewigkeit zu behüten und sich ihre Kriegerkaste später im &quot;guten&quot; Templerorden wiederfindet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Hawks schildert eine Gesellschaft, in der außer den Harlequins, ihren Söldnern und Unterstützern keiner das nötige Bewustsein und die rechte Antriebskraft besitzt, um sich für Freiheit und Selbstbestimmung einzusetzen und sich gegen die Einschränkung der Grundrechte und -freiheiten durch die Tabula zu stellen, denn es sind ja alles nur Bürger und Drohnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür wird die als &quot;heilig&quot; glorifizierte Gestalt des Travelers benötigt, der durch seine genetisch bedingte Fähigkeit, mit seinem esoterischen Astralleib in andere Dimensionen zu wechseln, dort philosophische und bewustseinserweiternde Nahrung tankt, um dann zurückgekehrt den Bürgern und Drohnen die Augen zu öffnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die bilden allerdings dann keine politische oder technische Untergrundorganisation, sondern führen entweder spirituelle Tänze auf oder ziehen sich in Öko-Hippielandkommunen zurück. Nicht nur, dass Hawks um die Gestalt der Traveler und Herlequins herum allerlei spirituell-esoterischen und historischen Unsinn verzapft, knüpft er auch noch die Entscheidung, ob die Menschheit in Zukunft in einer freien und offenen Gesellschaft leben wird oder in der Hölle des global realisierten Bentham&#039;schen Panoptikums, an einen messianischen Führer in Gestalt des astralentleibten Travelers, während die eigentlichen Notwendigkeiten &amp;#8211; breite Bewußtseinsbildung und Information in und durch die Öffentlichkeit und die politische und technische Selbstorganisation der Individuen völlig negiert werden. Die einen bleiben seelenlose Marionetten des Systems, zu keiner Aktion fähig, die anderen führen Tänze auf und backen Ökobrote, während der Traveler mit seiner kleinen Schar von Guerilleros seine Mission erfüllt. Das ist in meinen Augen Hawks am meisten anzukreiden, wenn er überhaupt mit seinem Traveler eine &quot;Botschaft&quot; verbreiten will. Wenn, dann ist es die falsche Message.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ein paar Worte zu den positiven Punkten und den technischen Überwachungs- und Kontrollaspekten im Traveler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Gut gefallen hat mir die Idee mit den kleinen Zufallszahlengeneratoren, die von den Harlequin-Guerilleros dauernd mitgeführt werden, um mittels gerader oder ungerader Zaheln Entscheidungen zu bestimmen, die wegen ihrer Unberechenbarkeit dem starren Kontrollfetischismus der Tabula entgegenwirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Auch die Vorstellung von Benthams Panoptikum im Mittelteil des Buches als Blaupause für ein technisch-psychologisches Überwachungsregime, in dem die Überwachten selbst zu ihrer Überwachung beitragen, war, wenn auch bekannt, nicht so schlecht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Was die technischen Instrumente und Mittel der tabul-osen Überwachungsinfrastruktur und ihrer Abwehr angeht, merkt man dem Buch an, dass Hawks dazu wohl intensiver recherchiert hat. Man könnte auch spekulieren, ob sich hinter Hawks nicht das eine oder andere Mitglied einer Bürgerrecht- oder Datenschutz-NGO oder ähnlichem verbirgt, das hier sein Erstlingswerk vorlegt. Es kommt fast komplett alles im Buch vor, was gerade akut und aktuell ist: Die Millionen von CCTV-Überwachungskameras, der RFID VeriChip in Gestalt des &quot;Proactive Links&quot;, GPS-Peilempfänger in Gestalt von &quot;Verfolgungskugeln&quot;, Data Mining Projekte wie das Total Information Awareness System und Überwachungstools wie das FBI-Carnivore, Verschlüsselung, SILC-Chats, &quot;Magic Lantern&quot; Trojaner, das Profiling über Kredit- und Kundenkarten, biometrische Gesichtserkennung, Rasterfahndung, DNA-Spurenanalytik, Internetplattformen wie Freenet und versteckte Torwebsites usw.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Allerdings werden die Leser, die sich nicht damit auskennen, schwerlich etwas damit anzufangen wissen, teilweise werden die technischen Überwachungskomponenten auch mit unnötigen Wortneuschöpfungen umschrieben oder verfälscht dargestellt, so dass eine oberflächliche Aneinanderreihung übrig bleibt. Hier hätte dem Buch wenigstens ein Glossar und ein Anhang gut getan, die Begriffserklärungen und Links aus der Real World enthalten. Aber sei es drum &amp;#8211; auch mit diesen Schnipseln wird der Hollywooddrehbuchschreiber etwas anzufangen wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Zum Abschluss noch ein paar Anmerkungen zum Autor. Dieser gibt sich sehr geheimnisvoll und PR-trächtig als jemand aus, der &quot;außerhalb des Rasters&quot; lebe. Good luck, wenn er das wirklich schafft. Aber ohne die Kreditkarten und Verbindungen von Freunden, die stellvertretend für ihn ihren Kopf &quot;im Raster&quot; hinhalten, geht es wohl auch nicht, wie man aus ein paar raren Interviews herauslesen kann. Wer sich die noch durchlesen möchte: Es gibt &lt;a href=&quot;http://www.bookbrowse.com/author_interviews/full/index.cfm?author_number=1159&quot;&gt;A Conversation with John Twelve Hawks, author of The Traveler&lt;/a&gt; und das &lt;a href=&quot;http://www.sffworld.com/mul/146p0.html&quot;&gt;Interview with John Twelve Hawks&lt;/a&gt;. Ansonsten &quot;spreche ja der Traveler für mich&quot;, so Hawks. Hawks hat übrigens angedroht, der Traveler sei der erste Titel einer Trilogie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geschmunzelt habe ich, als ich hörte, dass sich Hawks wohl auf der Hörbuchversion mit verfremdeter Stimme mit &quot;Mein Name ist John Twelve Hawks...&quot; vorstellt. Aha, die Edgar Wallace Filme kennt er also auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht wäre es sinnvoller, Hawks Essay &lt;a href=&quot;http://www.amazon.com/gp/product/B000B1H894/002-6534060-8129634?redirect=true&quot;&gt;How we live now&lt;/a&gt; (dessen Titel mich sofort an Vannevar Bushs &quot;As we may think&quot; erinnerte) zu lesen, der in der deutschsprachigen Ausgabe fehlt, aber in der englischsprachigen Ausgabe als Anhang beigefügt ist und mit dem sich Akte: Surveillance in &lt;a href=&quot;http://blog.michaelsch.ch/?page_id=118&quot;&gt;Wie wir heute Leben&lt;/a&gt; auseinandersetzt. Aber erst einmal stehen als nächste Titel &lt;a href=&quot;http://www.klett-cotta.de/literatur_buecher_g.html?&amp;amp;tt_products=1805&quot;&gt;Gibsons Mustererkennung&lt;/a&gt; und der Cyberpunk-Klassiker &lt;a href=&quot;http://www.cyberpunk-terminal.de/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=66&amp;amp;Itemid=36&quot;&gt;Metrophage von R. Kadrey&lt;/a&gt; auf dem Programm, die ich mir günstig bei &lt;a href=&quot;http://www.booklooker.de/&quot;&gt;booklooker&lt;/a&gt; ergattert habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Meinungen zu Hawks Traveler:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
padeluun - &lt;a href=&quot;http://chaosradio.ccc.de/ds90.html&quot;&gt;Buchbesprechung: Traveler in der datenschleuder #90&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Mail Söhler - &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22156/1.html&quot;&gt;Jesus&#039; Erben&lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Mon, 17 Jul 2006 21:32:03 +0200</pubDate>
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    <title>Buchnotiz: Vernor Vinges &quot;Rainbows End&quot;</title>
    <link>http://rabe.supersized.org/archives/632-Buchnotiz-Vernor-Vinges-Rainbows-End.html</link>
            <category>Anti-Überwachung</category>
            <category>Owl</category>
            <category>Papier</category>
            <category>Überwachung</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Der Guardian schreibt über das neue Buch &quot;Rainbows End&quot; von &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Vernor_Vinge&quot;&gt;Vernor Vinge&lt;/a&gt; in &lt;a href=&quot;http://technology.guardian.co.uk/weekly/story/0,,1807882,00.html&quot;&gt;Big Brother takes a controlling interest in chips&lt;/a&gt;, das u. a. zum Thema hat, wie aktuell stattfindende technologische Entwicklungen, gepaart mit kommerziellen und staatlichen Machtinteressen zu einer totalitären Gesellschaft im Jahr 2025 führen könnten, in der Kontrolle und Überwachung ein Maß erreicht, das &lt;a href=&quot;http://rabe.supersized.org/archives/584-Weit-ueber-Orwell-hinaus.html&quot;&gt;weit über Orwells 1984&lt;/a&gt; Vision hinausgeht. Im nature Aufsatz &lt;a href=&quot;http://www.nature.com/nature/journal/v440/n7083/full/440411a.html&quot;&gt;2020 Computing: The creativity machine&lt;/a&gt; vom März 2006 klingen dagegen die positiven Nebeneffekte an, die Vinge auch sieht. 
&lt;div class=&quot;zitat&quot;&gt;
At the &lt;a href=&quot;http://www.cfp2600.org/&quot;&gt;Computers, Freedom, and Privacy (CFP) conference&lt;/a&gt;, held in Washington, DC, last month, Vernor Vinge, a retired computer scientist and the author of Rainbows End, provided a compelling explanation of how developing technology and powerful interests could create a society far more invasive and controlled than anything Orwell dreamed of.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
The scenario he describes is the background he researched for Rainbows End. Set in 2025, the characters are surrounded by logical extensions of today&#039;s developing technology. Wearable computing is commonplace. Tagging and ubiquitous networked sensors mean you can look at the landscape with your choice of overlay and detail. People send each other silent messages and Google for information within conversations with participants who may be physically present or might be remote projections. One character&#039;s projection is hijacked and becomes the front for three people. The owner of another remote intelligence is unknown. Several continents&#039; top intelligence operatives try to solve a smart biological attack that infects a test population with the willingness to obey orders.
&lt;/div&gt;
Bereits in seinem 2003 in deutscher Übersetzung erschienenen Buch &lt;a href=&quot;http://www.buchhandel.de/vlb/vlb.cgi?T=1151738649&amp;amp;ID=0218x1737483x31005x-214&amp;amp;layout=37&amp;amp;type=voll&amp;amp;isbn=3-453-87063-8&quot;&gt;Eine Tiefe am Himmel&lt;/a&gt;, das von der Auseinandersetzung zweier hochtechnisierter menschlicher Kulturen &amp;#8211; den autokratischen &quot;Aufsteigern&quot; und der liberalen Händlerflotte der &quot;Dschöng-Ho&quot; &amp;#8211; handelt, die sich um neue physikalische Erkenntnisse und den neuen Handelsmarkt eines Planeten streiten, auf dem eine Spinnenrasse die technische Entwicklung der Menschheit in Zeitraffertempo vollzieht, missbrauchen die &quot;Aufsteiger&quot; an &lt;a href=&quot;http://rabe.supersized.org/archives/629-Schoene,-neue-Welt-der-Identifikation.html&quot;&gt;RFID-Tags&lt;/a&gt; erinnernde &quot;Orter&quot; Module der &quot;Dschöng-Ho&quot; zu Kontroll- und Überwachungszwecken. Die in Nanogröße und millionenfacher Anzahl (&lt;a href=&quot;http://rabe.supersized.org/archives/624-Die-Matrix-der-vernetzten-Sensoren.html&quot;&gt;Smart Dust&lt;/a&gt;) von den &quot;Aufsteigern&quot; in den Habitaten beider Kulturen verbreiteten &quot;Orter&quot; dienen den &quot;Aufsteigern&quot; als perfektes Überwachungsnetz und ihrer Machterhaltung. Ein weiteres Herrschaftsmittel stellt die &quot;Fokussierung&quot; von Individuen dar. Mit Hilfe eines künstlichen Virus und ständiger psychischer Nachjustierung werden Menschen auf ein Spezialgebiet konditioniert, während individuelle Charaktereigenschaften und Meinungen vollständig unterdrückt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
In Großbritannien wird übrigens zur Zeit laut des Independent Artikels &lt;a href=&quot;http://news.independent.co.uk/uk/crime/article1096229.ece&quot;&gt;Prozac for paedophiles&lt;/a&gt; (in voller Länge: &lt;a href=&quot;http://www.nzherald.co.nz/section/story.cfm?c_id=2&amp;amp;ObjectID=10388326&quot;&gt;Prozac to be used to control paedophiles&lt;/a&gt;) in einem Pilotprojekt in neun Haftanstalten, das an Schilderungen in &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/A_Clockwork_Orange_%28Buch%29&quot;&gt;Burgess Uhrwerk Orange&lt;/a&gt; erinnert, die (noch) freiwillige Gabe des Antidepressivamittels &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Fluoxetin&quot;&gt;Prozac&lt;/a&gt; an pädophile und andere Sexual-Straftäter getestet, um deren Triebe zu unterdrücken und so die Rückfallquote zu senken. Außerdem erwägt das britische Gesundheitsministerium den Einsatz einer (noch) freiwilligen &quot;chemischen Kastration&quot; bei Sexualstraftätern, die auf Psychotherapien nicht ansprechen sollen, die aus der Verabreichung von Medikamenten besteht, die die Libido unterdrücken. Prozac wird aufgrund seiner Wirkung, die Produktion des stimmungsaufhellenden Enzyms Serotonin anzuregen, auch immer mehr an Schulkinder verabreicht und in Mangerkreisen zur Leistungssteigerung eingenommen. in &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6ne_neue_Welt&quot;&gt;Aldous Huxleys schönen, neuen Welt&lt;/a&gt; übernimmt das die Volksdroge &quot;Soma&quot;. 
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    <pubDate>Sat, 01 Jul 2006 09:31:51 +0200</pubDate>
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    <title>In der Bibliothek</title>
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            <category>Dies und Das</category>
            <category>Papier</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Heute musste ich in die Stadtbibliothek, um ein Fernleihbuch zurückzugeben und schlenderte wie immer zuerst zur Science Fiction Abteilung. Aber was sage ich &quot;Abteilung&quot;. Das war mal früher so. Jetzt steht dort nur noch ein Regal, das umzingelt wird von Regalen in dreifacher Anzahl, über denen fett &quot;Fantasy&quot; steht. Auf allen kitschigen Buchdeckeln prangen Elfen, Magier, Drachentöter, Ritter, Zauberinnen, Gnome, Orks, Dämonen, dass es nur so kracht. Wenn man wahllos zwei, drei Titel in die Hand nimmt und sich den Klappentext anschaut, liest man jedesmal die gleiche Story, nur minimal variierend und alle entpuppen sich als Abwandlungen von Tolkien, Le Guin oder Moorcock.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es mag ja jeder lesen was er will, aber ich habe für diesen eintönigen Fantasy-Esoterik Sumpf nichts übrig. Aus Frust habe ich mir, mich an einen Jabberchat erinnernd, Fahrenheit 451 von Brabury in einer örtlichen Buchhandlung gekauft, den ich zwar schon vor langer Zeit gelesen, aber noch nicht vor Ort unter meinen Dystopien hatte. Und zu Hause angekommen, wurde dann noch die &lt;a href=&quot;http://www.darkecho.com/JohnShirley/trilogy.html&quot;&gt;Eclipse-Trilogie von John Shirley&lt;/a&gt; online um den &lt;a href=&quot;http://www.socialfantasies.de/socialfanta/5009.html&quot;&gt;dritten Teil&lt;/a&gt; ergänzt.&lt;br /&gt;Was ein paar Gnome und Elfen doch bewirken können. 
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    <pubDate>Wed, 21 Jun 2006 21:12:00 +0200</pubDate>
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    <title>Buchnotiz: City</title>
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            <category>Papier</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Vormerken. Hört sich interessant an, klingt laut Beschreibung etwas nach &lt;span class=&quot;italy&quot;&gt;Pattern Recognition&lt;/span&gt; und dem &lt;span class=&quot;italy&quot;&gt;Land der letzten Dinge&lt;/span&gt;: &lt;a href=&quot;http://blog.lob.de/2006/06/10/der-unwahrscheinlichste-aller-orte/&quot;&gt;City: Der unwahrscheinlichste aller Orte&lt;/a&gt;. Die Reihe &lt;a href=&quot;http://www.tropen-verlag.de/trojanische_pferde.htm&quot;&gt;Trojanische Pferde&lt;/a&gt; (schöner Titel) des Tropen Verlags macht eh neugierig. 
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    <pubDate>Sun, 11 Jun 2006 16:29:12 +0200</pubDate>
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    <title>Spice</title>
    <link>http://rabe.supersized.org/archives/414-Spice.html</link>
            <category>Papier</category>
            <category>Politik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Guter Titel &quot;&lt;a href=&quot;http://genossetabu.twoday.net/stories/1290019/&quot;&gt;Das Spice muss fließen&lt;/a&gt;&quot; zum Eintrag von Genosse Tabu über die Infrastuktur der CIA-Folterflüge und gemeinsame Ölinteressen Europas und der USA.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer den Spruch (noch) nicht kennt: Stammt aus einem meiner Lieblingsbücher: Der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Dune&quot;&gt;Wüstenplanet-Reihe von Herbert&lt;/a&gt;. Darin schreit der fette Baron des Harkonnen-Clans seinen Neffen mit diesem Spruch an, weil er ihn auf den Wüstenplaneten schickt, um die dortigen Einwohner, Fremen genannt, auszupressen, damit er die Erträge des Spice oder &quot;Gewürz&quot; genannt, erhöht, das im Universum der Rohstoff für interstellare Flüge bzw. die menschliche Zivilisation schlechthin ist. Deshalb kämpft jeder Clan, dem ein Planet gehört, darum, soviel Spice wie nur möglich in seine Krallen zu bekommen. Aber das wird schwierig, weil sich die Mudjahedin der Fremen zu einem heiligen Djihad unter der Führung einer messianischen Gestalt erheben und&amp;#8230; &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/exec/obidos/search-handle-form/ref=sr_sp_go_qs/028-6594882-0084504&quot;&gt;Lest&lt;/a&gt; selbst, wenn ihr wollt. Kommt einem doch alles irgendwie unheimlich bekannt vor, oder nicht? 
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    <pubDate>Sat, 17 Dec 2005 14:23:49 +0100</pubDate>
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    <title>Bachmann-Preis</title>
    <link>http://rabe.supersized.org/archives/227-Bachmann-Preis.html</link>
            <category>Papier</category>
            <category>TV</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    &amp;#8230;gerade auf 3sat. Ein Autor namens &quot;Böldl&quot;, der geradezu dazu einlädt, ihn in &quot;Blödl&quot; umzubennen, liest wohl aus seinen Kindheits- und Stadterinnerungen vor. Die Kameramänner stehen verloren in der Dekoration herum, die irritierenderweise aus übergroßen Mensch-Ärger-Dich-Nicht Spielbrettern besteht, als würde gerade der internationale Mensch-Ärger-Dich-Nicht WorlCup übertragen werden. Die Autoren und klug drein schauenden Kritiker sitzen an Pulten, wie man sie aus den zahllosen Rate-Shows her kennt - schließlich gibt es ja auch was zu gewinnen. Schon irgendwo absurd, sich vom Fern-Sehen drei Stunden lang aus Büchern vorlesen zu lassen, andererseits erfreulich, dass dafür noch Platz im ÖRF ist. Eine schöne Aktion wäre es, die Preisverleihung an einem Tag mit schlechtem Wetter auf allen Kanälen zu übertragen.&lt;br /&gt;Wer Böldl nicht mag, dem empfehle ich &quot;Riven Rock&quot; von T. C. Boyle, das ich gerade lese. 
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    <pubDate>Fri, 24 Jun 2005 17:45:06 +0200</pubDate>
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    <title>Neuer Anlauf für eBooks</title>
    <link>http://rabe.supersized.org/archives/63-Neuer-Anlauf-fuer-eBooks.html</link>
            <category>Papier</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Anlässlich der CeBIT versucht der Buchgroßhändler Libri die eBooks wieder mehr ins Rampenlicht der geneigten Leserschaft zu stellen. Das &lt;a href=&quot;http://www.libri.de/shop/action/magazine;?topNavId=1017&quot;&gt;eBook Angebot von Libri&lt;/a&gt; startet mit 1000 deutschen Bestsellern und 20000 englischsprachigen eBooks - schon ein Indikator, dass es mit den eBooks in Deutschland noch nicht weit her ist und man nach wie vor das Blättern in papierner Literatur bevorzugt. Die Gründe dafür gibt  Per Dalheimer, der Geschäftsführer von Libri.de Internet in der &lt;a href=&quot;http://www.presseportal.de/story_rss.htx?nr=655545&quot;&gt;Pressemappe&lt;/a&gt; selbst an: &lt;div class=&quot;zitat&quot;&gt;&quot;eBooks waren bisher tot: es fehlte die Gerätebasis, es gab kaum Spitzentitel, die Distribution über das Internet war langsam und die eBooks konnten nur auf bestimmten Geräten angezeigt werden (&amp;#8230;) Die eBooks können auf allen Geräten wie PCs, Laptops und insbesondere auf 7 Mio. PDAs und modernen Handys (Smartphones) komfortabel angezeigt und per DSL-Internet ruck, zuck runtergeladen werden.&quot;&lt;/div&gt;
Den weiteren Grund - zum Teil inakzeptable Digital Rights Mechanismen - lässt er unter den Tisch fallen. Damit kommen wir zu den Bedingungen, mit denen das eBook Angebot von Libri genutzt werden kann. Ein gekauftes eBook kann nur auf zwei unterschiedlichen Geräten genutzt werden, die man während des Online Bestellprozesses registriert. Dazu wird die zehnstellige, alphanumerische &quot;Persönliche ID (PID)&quot; der Mobipocket eBook Reader Software angegeben. Alle 90 Tage kann man die PID eines registrierten Gerätes von den gekauften eBooks &quot;entkoppeln&quot;, die PID einem neuen Geräte zuordnen und mit dem eBook neu kombinieren. Muss jeder selbst wissen, ob das akzeptale Bedingungen sind.
&lt;div class=&quot;mitte border1&quot; style=&quot;width: 300px; &quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/08-03-05-mobipocket.jpg&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;259&quot; alt=&quot;Mobipocket eBook Reader&quot; /&gt;&lt;br /&gt;Der &lt;a href=&quot;http://www.mobipocket.com/en/HomePage/default.asp?Language=DE&quot;&gt;Mobipocket eBook Reader&lt;/a&gt; unter Windows-only mit Lichtenbergs Sudelbüchern, Anmerkung und Markierung.&lt;/div&gt;
Mit der angekündigten Plattformunabhängigkeit der eBook Reader Software ist es trotz vollmundiger Ankündigung nicht weit her. In der &lt;a href=&quot;http://www.libri.de/shop/action/magazine/help?code=H_EBOOKS#222&quot;&gt;Liste der unterstützten Betriebssysteme&lt;/a&gt; findet sich alles mögliche, aber kein Linux, kein FreeBSD, kein Mac OS X oder gar Solaris. Auf PCs muss ein Windows laufen, damit man mit einem PC die eBooks von Libri lesen darf.&lt;br /&gt;Der eBook Reader läuft während der Testphase in der Pro Variante. Um zusätzliche Funktionen der Pro Variante - Markierungen, Änderung der Bildschirmausrichtung, automatisches Scrollen, Kommentare, eigene Links, erweiterte Volltextsuche - nach Ablauf der Testphase weiter nutzen zu können, ist der Erwerb einer Lizenz für 20,95 Euro nötig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Reader unterstützt neben allen bekannten Textformaten auch das &lt;a href=&quot;http://www.openebook.org/&quot;&gt;Open E-Book (OEB) Format&lt;/a&gt;, das von Mobipocket in ein eigenes Dateiformat eingebettet ist, das sich XDOC PRC nennt. Über XDOC PRC wird der Inhalt und die PID verschlüsselt. 
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    <pubDate>Tue, 08 Mar 2005 13:47:31 +0100</pubDate>
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