Sunday, December 17. 2006123 Millionen für Kontrolle und Überwachung
Ui, die F.A.Z hat in Roboter sollen vor Terror schützen jetzt auch das Forschungsprogramm zur Inneren Sicherheit (sprich Überwachung- und Kontrollforschung) der Bundesregierung im Rahmen des Sicherheitsforschungsprogramms der EU entdeckt.
Inhalt des Entwurfs zum "Programm für zivile Sicherheitsforschung" des Bundesministeriums für Forschung und Bildung, aus dem die F.A.Z plaudert – wie sollte es anders ein – neue Videoüberwachungskameras mit intelligenter Videoverarbeitung zur Erkennung "verhaltensauffälliger" Menschen (in Großbritannien heißt das direkter "anti-soziales Verhalten") und zur Überwachung der "sozialen Dynamik" von Menschenmengen, -aufläufen und -massen (sprich Früherkennung von Aufständen), Aufrüstung von Zugangskontrollsystemen mit biometrischen Identifizierungstechniken und "Body-Scannern", neue UAVs (unbemannte Flugvehikel, auch "Drohnen" genannt) für Sicherheitskräfte zur Überwachung aus der Luft. Neu ist, dass es nicht 100, sondern noch 23 Millionen Euro mehr bis 2010 sein sollen, die Bundesforschungsministerin Schavan für unsere Überwachung locker machen will. Was daran futuristisch sein soll und mit einem Standbild aus "RoboCop II" untermalt werden muss, ist mir schleierhaft. Wir holen doch nur nach, was in Großbritannien und den USA entweder gerade entwickelt oder bereits im Einsatz ist.
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23:17
Comments (0) Trackbacks (0) Sunday, December 10. 2006Neue UAVs am Horizont für die globale und urbane Kriegsführung
Auf dem Gebiet der automatisierten Überwachung und Kriegsführung aus der Luft mittels unbemannter Flugvehikel gibt es weitere Fortschritte.
Wie das britische Verteidigungsministerium vorgestern mitteilte, hätten das Ministerium und die britische Luftwaffe einen wichtigen Schritt zur Entwicklung des ersten unbemannten Kampflugzeuges unternommen, das an vorderster Front eingesetzt und damit langfristig die noch bemannten Kampfjets der Royal Air Force ablösen bzw. ergänzen soll. Der erste wichtige Schritt ist der Beginn des vierjährigen Taranis Technik-Entwicklungsprogramms, benannt nach dem keltischen Gott des Donners Taranis. Während der vier Jahre sollen die neuesten Techniken für UAVs zu einem Demonstrationsvehikel zusammengefügt werden, das die Grundlage für ein größeres UAV mit großer Reichweite, Stealth Eigenschaften und Angriffskapazitäten bildet. Bereits das Taranis Test-UAV soll schnell und mit Stealth Eigenschaften versehen sein, den Abschuss verschiedener Munitionsarten auf unterschiedliche Ziele ermöglichen und sich gegen andere unbemannte und bemannte Flugzeuge selbstständig verteidigen können. Wie es in der Mitteilung heißt, repräsentiere das Taranis Projekt die wichtigste Phase in Großbritanniens Forschung zur Entwicklung eines eigenen strategischen UAV. Der Minister für Auftragsvergaben im Verteidigungssektor, Lord Drayson dazu:
Das ist etwas, was im letzten James Bond Film nicht fehl am Platze wäre – ein pilotenloses Kampfflugzeug für die britische Armee, das fähig sein wird, Waffen zum Schlachtfeld auf einem anderen Kontinent zu tragen, beinahe ohne Input von Flugoperatoren zu benötigen.
Der Rüstungsfirma BAE Systems wurde für Taranis der Hauptvertrag über 124 Millionen £ zuerkannt. Auf dem Testgelände von BAE Systems in Australien wird das Taranis UAV seine ersten Testflüge und Probeangriffe durchführen.Taranis hat das Potential, die Art und Weise zu revolutionieren, wie wir militärische Operationen durchführen. Es ist jedes Stück genauso bedeutend wie die Senkrechtstartertechnik, die wir beim Harrier sehen oder die Einführung der Angriffshelikopter. Aus dem Artikel Pilotless drones to replace RAF Tornado bomber fleet der Times geht hervor, dass unter der Leitung von BAE Systems außerdem Rolls-Royce, die Geheimdienst- und Rüstungsschmiede QinetiQ und Smiths Aerospace an dem Taranis Projekt beteiligt sind. Taranis soll acht Tonnen wiegen und wie ein miniaturisierter B-2 Stealthbomber aussehen. Das kann man bestätigen:
Lord Drayson mit einem Taranis Modell und Taranis im Werbefilm. Foto und Film: Britisches Verteidigungsministerium / Ian Nelson. Die passende Software für das Zusammenspiel zwischen UAVs und bemannten Kampfjets für die Übergangsphase bis zur vollständigen Roboterflotte hat Großbritannien laut der Meldung Britain Creates Robotic Wingmen schon fertig in der Schublade. Über die KI- und Flugkontrollprogramme könnten die UAVs autonom und zugleich kooperativ ("UAV Schwärme") operieren und durch den Piloten eines mitfliegenden Kampfjets kontrolliert und gesteuert werden. Das erste Langstrecken Kampf-UAV im Einsatz sei aber laut der Times noch 14 Jahre entfernt und die Eurofighter bis 2040 und der gemeinsam mit den USA in der Entwicklung befindliche "Joint Strike Fighter" bis 2047 im Einsatz. Der Times zufolge hob Lord Drayson auch hervor, dass sich Großbritannien dazu entschlossen habe, den neuen Flugzeugtyp alleine zu entwickeln, ohne Beteiligung in irgendeinem Gemeinschaftsprogramm, weder mit den USA noch mit europäischen Partnern. Damit folgt Großbritannien dem Beispiel der USA, die ebenfalls seit einiger Zeit an Langstrecken UAVs arbeiten, um in kürzerster Zeit an jedem Punkt der Welt mit Roboterdrohnen zuschlagen zu können und schwingt sich nicht nur zum Vorreiter umfassender Überwachungstechniken auf, sondern auch zum Pionier der zukünftigen Roboterkriege. Auch Athena, der Hersteller der Flugkontrollsoftware für das GoldenEye-80 UAV von Aurora, dessen Vorgänger ich bereits in UFOs? UAVs und Kill-Chains vorstellte, kann in seinem Sinne Positives berichten. ![]() GoldenEye OAV-UAV Foto: Athena. Am Ende des OAV Programms steht ein UAV, dass senkrecht starten / landen und multimodal zur Videoüberwachung, Zielerfassung und -erkennung oder zum Zerstören bzw. Töten identifizierter Zielobjekte und -personen verwendet werden kann. Das liest sich bei Aurora dann so:
"GoldenEye 80 is designed to give company commanders the ability to spot, identify, designate, and destroy targets" said Aurora CEO John Langford. "With its powerful sensors and quiet operation, the aircraft can dash to a target area, hover motionless in the sky, and observe and designate a target – all without being heard by people on the ground."
Das OAV-UAV soll also nahezu geräuschlos operieren, so dass es von Personen erst gehört wird, wenn es buchstäblich zu spät ist.GoldenEye 80 is the third generation ducted fan aircraft developed by Aurora. The first, GoldenEye 100, was a proof of concept aircraft first flown in 2003 under the "Clandestine UAV" project. This success led a smaller aircraft, the GoldenEye 50, which in 2005 successfully demonstrated the ability to transition to and from horizontal flight using wings that "float" rather than being rigidly attached to the plane's body. GoldenEye 80 combines the stealth features and the performance features of the earlier programs with a heavy fuel engine and an advanced sensor payload to create a system with true combat effectiveness. Decken die größeren strategischen Kampf-UAVs lange Distanzen und größere Kampfgebiete ab, dienen die mit Sensoren aller Art vollgepackten OAVs dem Kampf gegen feindliche Truppen, Aufständige oder echte und vermeintliche Terroristen in Innenstädten mit ihren Häuserschluchten, -blocks und Straßenzügen. Und GoldenEye wird mit von der Partie sein. Science-Fiction? Leider Nein – Pech gehabt.
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Comments (2) Trackbacks (3) Saturday, December 9. 2006Eklipse
Man kann es nicht belegen, es gibt keine Anhäufung harter Fakten in Form offizieller Dokumente, keine hieb- und stichfesten Aussagen (die werden allenfalls auf Konferenzen a la Bilderberg oder anderen informellen Netzwerken und Zirkeln zu hören sein).
Es gibt nur einzelne Wörter, Passagen, dahingesprochene Sätze und auf der anderen Seite die noch nicht abzusehenden, aber zu erahnenden Auswirkungen und Kollateralschäden der Klima-/Ökokatastrophe (ja, redet nur weiter von periodischen Schwankungen und menschengemachtem Wandel), der Verschiebungen und Umwälzungen auf weltwirtschaftlicher Ebene, das weitere fast staatenübergreifende und globale Auseinanderklaffen zwischen Prekariat, Unterschicht (es hieß mal Proletariat) und Finanzakkumulatoren, die zur Neige gehenden alten Ressourcen mit den beginnenden Ressourcenkriegen und-so-weiter auf politische, gesellschaftliche und ökonomische Systeme und – natürlich – Machterhaltung und Herrschaftsstruktursicherung, weshalb ich mich Fefes Blogbeitrag Viele Leute sind ja dazu über gegangen, bekloppte ... voll und ganz anschieße – Verschwörungstheorie hin oder her.
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20:51
Comments (0) Trackback (1) Sunday, November 26. 2006Agile VIGIL-Spione
Nicht nur Bürger, Universitäten, Unternehmen, derzeitige Geheimdienste und Militärs sind für das Data-Mining des Internets und der Medien zwecks Antiterrorkampf zuständig, sondern auch altgediente Pensionäre und Veteranen, die sich in der klandestinen Vereinigung VIGIL weiter für die Überwachung des Internets einsetzen. Der "Feind" bietet eben alles auf, um seinen panoptischen Blick im Internet zu schärfen. Wir begegnen ihm weiter wie bisher – mit treudoofer Offenherzigkeit und Transparenz.
Links zu Artikeln und Informationen zu den agilen VIGILern in Fefes Beitrag Eine Schattenorganisation namens Vigil, bestehend aus ....
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Comment (1) Trackbacks (0) Thursday, November 23. 2006Heimatschutzminister freut sich auf zehn kleine Fingerlein
Der Minister des US-Heimatschutzministeriums Michael Chertoff freut sich schon auf die nächste Generation der digitalen Erfassung von Fingerabdrücken zwecks biometrischer Identifizierung.
In einer Rede anlässlich des "Industrietages" zum US-VISIT System, erklärte Chertoff, mit den nächsten Erfassungsgeräten werden von jedem Ausländer, der in die USA kommen will, alle zehn Fingerabdrücke erfasst und nicht die zwei wie bisher für das US-VISIT System. Auch werden die zehn Fingerabdrücke nicht nur mit den Fingerabdruckdatenbanken des Heimatschutzministeriums, des FBIs und mit internationalen Datenbanken, die mit den US-Datenbanken verknüpft sind, abgeglichen, sondern mit allen Fingerabdrücken, die an Plätzen im Ausland, wo sich "Terroristen" aufgehalten haben (im Umfeld von Anschlagsplätzen, Trainingslagern, konspirativen Wohnungen) durch Mitglieder der Special Forces, FBI Ermittlungsteams im Ausland, Soldaten der U. S. Army erfasst und in Datenbanken gespeichert wurden.
Now we have had some success with two-print capture, and with actually having a two-print system that is workable. And that is, of course, our currently existing U.S.-VISIT system.
Nach Chertoff soll sich das Wissen darüber bei Terroristen in nagende Selbstfragen und -zweifel ummünzen, ob man nicht irgendwe auf der Welt einen Fingerabdruck an den bezeichneten Plätzen hinterlassen haben könnte und so als "Abschreckung" wirken. Nur Pech, wenn es der gute Chertoff nicht mit Amateurterroristen zu tun bekommt, sondern mit Terroristen, die sich gleich zwei Latexhandschuhe überstülpen, notfalls ihre Finger verätzen oder mit Sekundenkleber vollkleistern.What that will let us do, when we get the 10-print capture device, is for any single foreigner who crosses into our borders, get their 10 prints, and run them not only against our existing databases to see whether they have been here before under a different name or whether there is a criminal record in this country or internationally against them, but to stand those 10 prints against latent prints lifted from around the world in terrorist safe houses or in battlefields, to see whether the person crossing the border has ever been involved in training in an al Qaeda training or believed running an al Qaeda safe house. That kind of ability to identify someone who has interacted or touched the facilities of terror is exactly the kind of 21st century tool that will give us a measure of protection at our borders that has never been dreamed of in the history of this country. And let me tell you another benefit. This is going to be a great deterrent, because when we get this device fully deployed and operational, when we capture these fingerprints, when we run them against these databases, what will then happen is we will have a world in which any terrorist who has ever been in a safe house or has ever been in a training camp is going to ask himself or herself this question: Have I ever left a fingerprint anywhere? Have I ever touched anything which might have been picked up by DOD, a member of the armed forces, or by an FBI agent and dusted for prints and had those prints lifted and put in a database? That is the kind of deterrent that is going to drive these terrorists crazy. Die unschuldigen Nicht-Terroristen, die sich zufällig an gleichen Orten aufgehalten haben wie Terroristen und die man dann an den Grenzen erst einmal abführt, werden sich fragen, wie ihre Fingerabdrücke in die Datenbanken der Sicherheitskräfte geraten konnten – war es vielleicht die Truppe von Sicherheitskräften, die einem beim Shopping oder in der Kneipe während des letzten Auslandsurlaubs unterwegs die Fingerabdrücke abgenommen hatte?
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18:04
Comments (2) Trackback (1) Wednesday, November 22. 2006Wenn D-Land 2007 den EU-Rat präsidiert
Klingt wie eine Drohung, ist es auch...
Schon mal vormerken: Ab Januar 2007 findet man unter www.eu2007.bmi.bund.de "...umfangreiche Informationen über das innenpolitische Arbeitsprogramm des BMI für die Ratspräsidentschaft". Eindrücke, wie das "Arbeitsprogramm" der Bundesregierung und der Bundesministerien in Sachen Internetüberwachung, der Aufrüstung und dem "Schutz der Daten" auf europäischer Ebene ausschauen wird, kann man bereits über Antiterror- und Internetüberwachungszentren für Europa, Multiüberwachung für's Netz, Arbeitsprogramm der deutschen EU-Präsidentschaft, Sophie in 't Veld spricht Klartext, Mehr Infoaustausch und Überwachung hüben wie drüben und Überwachungsforschung im exklusiven Kreis sammeln. Wer sich lieber amtlich und offiziell "vorbereiten" möchte, kann ja mal einen Blick auf die Europseite des Bundesinnenministeriums werfen. Auch dort bekommt man das Gruseln.
Wenn D-Land 2007 den EU-Rat präsidiert Posted by Kai Raven
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17:19
Comments (0) Trackbacks (2) Monday, November 20. 2006Batman in Russland?![]() Putin mit Verteidigungsminister Ivanov. Foto: AP/ITAR-TASS, Dmitry Astakhov, Pressedienst des Präsidenten. ![]() Putin testet Pistole auf dem Schießstand in den Gewölben des Geheimdienstes. Foto: AP/ITAR-TASS, Dmitry Astakhov, Pressedienst des Präsidenten. Hier ein paar Impressionen aus einem russischen TV-Bericht zum Putinbesuch:
Batman in Russland? Posted by Kai Raven
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19:46
Comments (0) Trackbacks (0) Monday, November 20. 2006Paparazzipolizisten und Überwachung zu Xmas
Aus dem Land der 4 - 5 Millionen Videoüberwachungskameras kommt wieder etwas Neues. Die Videoüberwachungskameras an Masten, die mobilen Transporter mit Videoüberwachungskameras an ausfahrbarem Gestänge und die mitbeobachtenden Bürger sind noch nicht genug.
Ab heute wird im nördlichen Londoner Stadtbezirk Haringey die "Operation Aventail" durch die "Paparazzi Polizeigruppen der Polizeiteams für "Sichere Nachbarschaften" durchgeführt. Diese Polizeiteams bestehen aus jeweils 3 - 5 Polizisten, die innerhalb des Stadtbezirks für ein Stadtviertel bzw. eine "Nachbarschaft" zuständig sind und vor allem nach "anti-sozialem Verhalten", Graffiti, Vandalismus und allgemeinen Vergehen, die die "Lebensqualität" der Anwohner einschränken, Ausschau halten und bei Ergreifung von Tätern oder Verdächtigen ASBO Anweisungen aussprechen. Bösartig formuliert sind es Blockwarte in Polizeiuniform, positiv betrachtet handelt es sich um erhöhte Polizeipräsenz in Form vermehrter Fußstreifen, die aber nicht die Videoüberwachung ersetzen, wo sie eingeführt werden, sondern ergänzen. Seit zwei Jahren werden diese "Safer Neighbourhoods Teams (SNTs)" im gesamten Stadtgebiet von London eingeführt, mittlerweile sind 630 Teams aktiv, die 624 Unterbezirke abdecken.
![]() Helmkameras. Insbesondere die Kameras, die durch unsere Safe Neighbourhood Polizisten getestet werden, werden als hervorragendes Abschreckungsmittel gegen Jugendliche dienen, die beabsichtigen, Ärger zu machen. Sollte irgendjemand Delikte begehen, wird der Polizist unmittelbare Beweise zur Verfügung haben, die ihn bei der Anordnung von ASBOs oder bei Beschuldigungen unterstützen. Wenn die Kameras sich als erfolgreich erweisen, werden sie bei anderen Einheiten in Haringey eingesetzt und können zur Unterstützung von Polizeirazzien und Polizisten im Einsatz bei Fußballspielen verwendet werden.
Und Bezirksratsmitglied Cllr Nilgun Canver, zuständig für Verbrechensbekämpfung und öffentliche Sicherheit, ergänzt begeistert:
Diese Kameras sind eine fantastisches und effektives Polizeiwerkzeug. Wir wissen, dass sie funktionieren und Aufnahmen mit guter Qualität liefern. Sie sind vielseitig und können bei der Begleitung von Fußballfans, bei Streifen in Einkaufsstraßen oder bei noch schwierigerer Arbeit wie Fällen häuslicher Gewalt oder jedem anderen Vorfall eingesetzt werden, wo die fotografische Beweissicherung zu einer Verurteilung beitragen wird. Wir sind stolz darauf, ein Teil dieser Partnerschaft mit der Polizei zu sein, um daran mitzuarbeiten, Haringey über die Weihnachtszeit als sicheren und willkommenen Stadtbezirk zu bewahren.
Laut des Spiegelartikels Briten verdrahten Bobbys vom 27.11.06 stammt das System von Westminster International, einem britischen Sicherheitsunternehmen, das eine Reihe von Produkten im Sortiment führt, die man zur Antiterrorbekämpfung, Überwachung, Aufstandsbekämpfung und Abriegelung benötigt: Elektrische Zäune, Bewegungssensoren, Videoüberwachungskameras, Geräte zur Durchleuchtung von Gepäck und vieles mehr.Darunter auch das Double Vision Pro System, um das es geht: ![]() Links der Bobbyhelm mit Videokamera (im Vordergrund). Daneben eine Weste zur Aufnahme der Akubatterien (4 - 8h Aufnahmezeit/Batterie). Rechts die Wechselfestplatte, die in den darunter abgebildeten digitalen Videorekorder eingeschoben wird. ![]() ![]() Das alles hört sich so an, als würde man in London statt neuer Polizeiarbeit eher die präventive Aufstands- und Unruhenbekämpfung zu XMas erproben oder man erwartet die komplette Al-Quaida-Gang zum Weihnachtsshopping. Via: eGov - Camera technology to combat anti-social behaviour (Quelle) Nachtrag: Und als Zugabe die mobile Erfassung und Abgleichung von Fingerabdrücken – 2004 bereits in Großbritannien im Rahmen des Lantern Projekts erprobt, 2005 in Deutschland mit der "Fast Identification" gestartet. Fehlt nur noch die Erfassung der Abdrücke der Gesamtbevölkerung (ist zwar DNA, aber ersetzt das beliebig mit Fingerabdruck, Iris, Gesicht oder Geruch) und alles wird gut.
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17:56
Comments (3) Trackback (1) Monday, November 20. 2006NATO Terrorexpertin zum Terrorismus im Internet
Ian Brown von Blogzilla hat sich in NATO expert on cyberterror ein paar Notizen zu den Ausführungen zur Nutzung des Internets durch Terroristen und dem "Cyberterrorismus", also der Nutzung des Internets für aktive Angriffe, der Terrorismusexpertin Dr. Juliette Bird von der Terrorist Threat Intelligence Unit der NATO anlässlich einer NATO-Russland Konferenz gemacht. Laut Dr. Bird
...ist die Schlüsselfrage: Wie schränken wir die Nutzung des Internets für Terroristen ein, ohne sie für alle anderen lahmzulegen?
Also ein wenig persönlicher Realitycheck einer NATO Terrorexpertin, die es gerne selbst weiter mit einem freien Internet zu tun hätte, zur Internetüberwachungshysterie und der Hetze gegen Verschlüsselung, die auch hierzulande von etlichen Innen- und Sicherheitspolitikern veranstaltet wird....ist Cyberterrorismus für heutige Terroristen von geringerer Bedeutung: Zu wenig Tote im Ergebnis und Angriffe sind zu komplex, um sie zu planen und auszuführen. Stattdessen nutzen Terroristen das Internet wie alle anderen auch. Sie konzentrieren sich auf Rekrutierung, Anstiftung zur Gewalt und Planung, was alles ein altes Phänomen bei der Nutzung eines neuen Mediums [durch Terroristen] ist. Verschlüsselung ist unter Terroristen nicht mehr verbreitet als unter der allgemeinen Bevölkerung. Al-Quaida hat Verschlüsselung benutzt, aber in geringerem Umfang als kommerzielle Unternehmen. Steganografie wird mehr in den Geheimdiensten diskutiert als unter Terroristen. Verschlüsselung ist technisch anspruchsvoll und daher wenig ansprechend [für Terroristen] Die Schließung von Websites ist nur eine kurzfristige Lösung: Sie werden anderswo neu geöffnet, möglicherweise mit Passwortschutz. Dieser Schritt ist von Terroristen zu erwarten... Der Terrorismus hat sich durch die Bewegung ins Internet hinein nicht geändert. Die meisten Probleme mit dem Terrorismus sind alt, werden aber durch den Umfang und die Anonymität des Internets verschärft. Problemlösungen per Gesetzgebung stellt keine vollständige Lösung dar. Der Nutzen des Internets übersteigt den Preis, den wir für die Nutzung des Internets durch Terroristen zu zahlen haben. Persönlich sieht Bird einer langen Zukunft der Nutzung eines freien Internets entgegen. Hauptansatzpunkt der Bekämpfung terroristischer Aktivitäten im und über das Internet bleibt jedoch die Bekämpfung der Anonymität und damit der Anonymisierung. Da werden wir in Bezug zu Birds Ausgangsfrage noch einiges in Zukunft zu erwarten haben, denn die Maßnahmen zur Aufhebung der Anonymität von Terroristen werden sich entweder unweigerlich auf alle Internetnutzer auswirken oder gezielt dazu benutzt werden, um bewußt die Möglichkeiten der Anonymität für alle Internetnutzer einzuschränken.
NATO Terrorexpertin zum Terrorismus ... Posted by Kai Raven
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07:17
Comments (0) Trackbacks (0) Saturday, October 21. 2006Tangram für Geheimdienst-Puzzles
Shane Harris berichtet im National Journal Artikel Terrorist Profiling, Version 2.0 über das TANGRAM System, dessen Entwicklung vom US-Verteidigungsministerium im Oktober 2006 gestartet wurde. Die im Artikel erwähnten Dokumente wurden bei Cryptome bereits am 26. September auf der Seite TANGRAM Intelligence Program veröffentlicht.
Auf der Seite der vergebenen Aufträge des US-Verteidigungsministeriums vom 25. September wird TANGRAM kurz als "vollautomatisches, kontinuierlich arbeitendes Analsysesystem für Geheimdienstinformationen" beschrieben. An die Firma Booz Allen Hamilton ist für TANGRAM ein Zuschlag über 6613354 US$ ergangen. Booz Allen Hamilton war einer der Vertragspartner des Total / Terrorist Information Awareness (TIA) Forschungsprojekts und wurde von der CIA und dem U. S. Handelsministerium damit beauftragt, beim SWIFT Programm eine "Datenschutzaufsicht" auszuüben. Laut des Harris-Artikels wurden für TANGRAM bis jetzt Aufträge über 12 Millionen US$ vergeben, die neben Booz Allen Hamilton an SRI International und 21st Century Technologies gingen – die Gesamtkosten wurden mit 49 Millionen US$ veranschlagt. Auf der Auftragseite steht weiter, dass die Ausschreibungen für TANGRAM im September 2005 begannen und im September 2006 abgeschlossen wurden. Die Verträge werden wiederum mit dem Air Force Research Laboratory (AFRL) abgeschlossen, dessen Informationsabteilung regelmäßig an der Entwicklung von Data-Mining Programmen beteiligt ist, wie aus den Pressemiteilungen zu Auftragsvergaben hervorgeht. Die Arbeiten zu TANGRAM sollen 2010 vollendet sein. In dem Informationspaket für Unternehmen (Quelle), die sich an TANGRAM beteiligen wollen, wird in der Einführung auf die vorangegangenen Data-Mining Projekte und ihre Erfolge eingegangen. Darunter das AQUAINT (Advanced Question Answering for Intelligence) und NIMD (Novel Information for Massive Data) Programm der ARDA / DTO Forschungseinrichtung der US-Geheimdienste und TOPSAIL, die als Fortsetzungen und Weiterentwicklungen des TIA Projkets eingeschätzt werden. Als letzte größere Anstrengung vor TANGRAM zur Entwicklung von Data-Mining Programmen, die dazu dienen, vielfältige Datenquellen und große Datenvolumen auszuwerten, um darin mit verschiedenen Analysealgorithmen Muster zu finden, die Terrorverdächtige, Terrornetzwerke und ihre Führer erkennen sollen, nennt das Informationspaket das "Evidence Assessment, Grouping. Linking and Evaluation" Projekt oder kurz EAGLE, das im Jahr 2005 abgeschlossen wurde und neuartige Algorithmen und Methoden hervorgebracht habe, um Personen, Aktivitäten und Verhaltensmuster nach dem "guilt-by-association" Modell in Verbindung zu bringen. Das Modell geht von Personen aus, die über vorherige Ermittlungen und Analysen eindeutig als Terroristen oder Terrorverdächtige identifiziert wurden (sogenannte "seed entities"), ermittelt und analysiert dann alle Verbindungen, die diese Person zu anderen Personen aufweist, weist dann nach Typ und Grad der Verbindung zur "seed entity" den Personen Schätzwerte zu, die wiedergeben, wie verdächtig sie sind, um so Terrornetzwerke und Terrorverdächtige zu identifizieren. Im Abschnitt "Forschung zur Schließung der Informationslücken - Bereiche von Interesse" werden die Probleme aufgezeigt, mit denen bisherige Data-Mining Programme nach dem obigen Modell zu kämpfen haben. Sie sind zum Beispiel noch nicht in der Lage, aus den analysierten Daten Information zu gewinnen, die akkurat normale Verhaltensmuster von scheinbar normalen Verhaltensmustern bei Personen unterscheiden und Aussagen zulassen, dass eine Verhaltensänderung normal, unnormal, verdächtig oder auf bewuste Täuschung ausgelegt ist. Da viele Systeme von zuvor definierten, statischen Verhaltensmustern ausgehen, die "typisch" sein sollen, ist es schwer, überhaupt Verhaltensänderungen als solche zu erkennen, wenn sie nicht vom statischen Raster erfasst werden oder das System nicht in der Lage ist, selbstständig neue Verhaltenmuster zu "erlernen". Es ist ihnen nahezu unmöglich, "neue Terroristen" zu erkennen, die zuvor noch nie in Erscheinung getreten sind und auch keine Verbindungen zu bereits bekannten "seed entities" und deren Kontakten aufweisen. Anders ausgedrückt, können sie im Extremfall nicht aus der Mehrheit der Gesamtbevölkerung, die keiner terroristischen Gruppierung zugeordnet werden kann und bisher ein unverdächtiges und "normales" Leben führt, die Terroristen und Terrorverdächtigen "extrahieren". In vielen Data-Mining Systemen gehen Informationen unter, weil ihre zeitliche Entwicklung nicht verfolgt wird oder weil sie als Fragmente (z. B. bei Hinweisen aus der Bevölkerung) zwar im System gespeichert werden, aber dort isoliert verbleiben und nicht miteinander oder mit anderen Informationen abgeglichen werden. Wie die Autoren des Informationspakets anmerken, resultiert aus der Vielzahl von Problemen auch eine Vielzahl von unterbliebenen oder falschen Erkennungen von Personen, wodurch natürlich unschuldige und unverdächtige Personen ebenfalls als Terroristen oder Terrorverdächtige kategorisiert werden. Hinzu kommt die miserable Performance und Skalierbarkeit der bisherigen Systeme, die dazu führen, dass "aktuell die gesamte Zeitdauer zur Verarbeitung bis zur Ausgabe einer einzelnen Antwort in Tagen und Wochen gemessen wird". Mit TANGRAM strebt man bei den US-Geheimdiensten deshalb folgende Ziele an:
![]() Harris hat ergänzend zum Inforamtionspaket den Datenschutzbeauftragten des Direktoriums für die US-Geheimdienste Tim Edgar zu TANGRAM befragt. Seinen Aussagen nach sei TANGRAM ein Forschungs- und Entwicklungsprogramm und es sei sicher gestellt, dass es nicht parktisch in Betrieb gehe. Für die Erprobungen und Tests würden künstliche Daten und geheimdienstliche Daten aus dem Ausland verwendet wie bei anderen Projekten und keine anonymisierten Daten von US-Bürgern. Wie aus den Informationen zum EAGLE Projekt im Informationspaket hervorgeht, hatte man für EAGLE einen Generator für künstliche Testdaten mit der Bezeichnung "Performance Evaluation (PE) Lab" verwendet, der von dem Unternehmen Information Extraction and Transport hergestellt wurde. Zu den künstlichen Datensets und den Genratoren heißt es im Informationspaket: The existing PE Lab is capable of creating a variety of social networks that are consistent with existing social network theory of large populations. However, the data sets it produces do not reflect the social networks that existing intelligence data sources portray, which look more like a patchwork of holes.
Für die als gut befundenen Algorithmen und Methoden zur Erkennung denkt man bereits durchaus an einen praktischen Einsatz. Wie bei der verdeckten Weiterentwicklung der TIA Komponenten wird auch TANGRAM immer wieder auftauchen, sollte es den US-Politikern einfallen, dem Projekt Schranken zu setzen, seien sie auch nur als Show gedacht, um die Medien und die Bevölkerung zu beruhigen.
Presuming the Data Characterization research task is successful; a new synthetic data generator will be required to produce unclassified data sets with the known characteristics of classified data sources. Moreover, by generating validated synthetic data sets the Tangram program will have the ability to test and catalog new and existing algorithms in an unclassified environment; the consequence being faster delivery of proven detection methods to operational environments.
Tangram für Geheimdienst-Puzzles Posted by Kai Raven
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