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Friday, December 22. 2006
So, der Blogumzug ist im Großen und Ganzen abgeschlossen. Die neue Adresse lautet http://blog.kairaven.de/ oder wer direkt Feeds abonnieren möchte:
RSS 2.0 Feed
RSS 2.0 Kommentare
ATOM 1.0 Feed
OPML 1.0 FeedJannis, dem Betreiber von Supersized und "Umzugshelfer" wurde mitgeteilt, dass die Abschaltung hier zum Jahresende erfolgen soll.
Thursday, December 21. 2006
Damit Ihr Euch nicht wundert - wegen des Weblogumzugs sind weitere Kommentare nicht mehr möglich. Die Kommentare zu den letzten Beiträgen seit dem Dump werde ich manuell nachtragen.
Sunday, December 17. 2006
Kurzer Hinweis: Die Raven Homepage ist umgezogen. Die alte Adresse lautete http://kai.iks-jena.de/. Die neue Adresse lautet ab heute http://hp.kairaven.de/. Es ist geplant, das rabenhorst Weblog ebenfalls dorthin zu verlagern. Dazu später mehr.
Friday, October 13. 2006
Da trötet die "digitale Boheme" gerade durch die Gegend, wie fein es doch ist, mobil mit dem Laptop als selbstständiger Web 2.0-Unternehmer Kohle zu machen, wenn sie sich nicht gerade einem aktuellen Rankingstreit hingibt, während sich junge und alte Nerds mit ihren Laptops auf War Diving Touren machen – aber Obacht, der Schuß kann auch nach hinten losgehen, wenn man einem aufmerksamen Blockwart nicht seriös genug erscheint:
Wolfsburg (ots) - Am 27. September, gegen 16.25 Uhr, meldete ein Anwohner im Immermannhof eine verdächtige Person. Auf einer Bank vor der Hausnummer 10 saß ein junger Mann mit einem Laptop und schien im Internet zu surfen. Der Zeuge informierte die Polizei. Die Beamten trafen am besagten Ort einen 22-jährigen Wolfsburger an, der zugab sich seit Mitte September mit seinem Computer über eine drahtlose Verbindung im World Wide Web getummelt zu haben. Der 22-Jährige war der Meinung, dies sei nicht verboten.
Die Polizei Wolfsburg sucht nun aus der Umgebung des Immermannhof mögliche Geschädigte. Wer über einen WLan-Anschluss verfügt wird gebeten, diesen und die Protokolle des WLAN Modems zu überprüfen. Wer Zugriffe von außen und außergewöhnliche Kosten feststellt, wird gebeten, sich mit der Polizei unter Telefon 05361/46460 in
Verbindung zu setzen.
Aus der Pressemitteilung Umsonst ins Internet, am 06.10.06 dargebracht von der Polizeiinspektion Wolfsburg. Via 40something - Von China lernen....
Wednesday, October 11. 2006
Jörg, der Autor des Weblogs Der Haken, war meines Wissens der einzige Blogger vor Ort in Mainz, um an der Pressevorstellung des BKA Projekts Foto-Fahndung teilzunehmen. Dabei hat er die Anforderungen des Inhalts der Ankündigung 1:1 übernommen.
Herausgekommen ist der informative und "amüsante" Beitrag Spot the Looney, in dem er auch seine Erlebnisse mit Presseausweisen und BKA "Türstehern" schildert, die dazu führten, dass man ihn bis auf das Aushändigen einer Pressemappe abwies und darauf achtete, dass das Informationsmonopol der herkömmlichen Presse auch hübsch gewahrt blieb. Kann mir mal jemand erklären, warum ein interessierter Bürger als Blogger nicht an so einer Showveranstaltung teilnehmen sollte, wie sie vom BKA in Mainz veranstaltet wurde? Es ist von den Grundrechten der Informations- und Meinungsfreiheit aus betrachtet nicht einzusehen, dass Informationen nur über die Filter und Kanäle der Presse und der Medien das Ohr der Bürger erreichen darf.
In Bloggerausweis habe ich mich zu diesem Thema schon ausgelassen. Es ist endlich an der Zeit, dass man Bloggern nach bestimmten Kriterien einen ähnlichen Status einräumt wie Presse- und Medienvertretern, wenn das Gefasel von "Citizen Journalismus" nicht nur eine bloße Worthülse und ein Mittel bleiben soll, um Blogger (kostengünstig) für eigene Presseerzeugnisse einzuspannen.
Und man komme mir nicht mit Qualität der Presseerzeugnisse, Objektivität und journalistischer Sorgfalt. Das kann auch ein Blogger, wenn er es beabsichtigt (oder sich aneignen will). Wenn es gute Gründe gibt, die Presse und ihre Vertreter besonders zu schützen, dann kann man wenigstens den Bloggern abgestufte Presserechte einräumen oder Presseausweise ausstellen, die nur zu bestimmten Veranstaltungen (wie Presseveranstaltungen) berechtigen. Auch das Argument, dann würde jedesmal eine Horde von Bloggern die Räume belagern, zieht nicht, denn nur ein Bruchteil der Blogger hätte überhaupt die Absicht, mit solchen Berechtigungen zu arbeiten und da die meisten Weblogs privat und neben einem eigentlichen Beruf betrieben werden, auch gar nicht die Zeit, bei jedem "Presseevent" aufzutauchen.
Will sich ein Blogger als "Citizen Journalist" verstehen, in dieser Form publizieren und dabei aber auch seine eigenen Standpunkte oder Meinungen einfließen lassen statt objektive Standardmeldungen zu verfassen, wäre auch eine besondere Kennzeichnungspflicht denkbar a la "Dieser Artikel beruht auf der Teilnhame als "akkreditierter Presseblogger", enthält aber subjektive Meinungen des Verfassers". Diese Ziele – wenn an ihnen in der deutschen Blogosphäre überhaupt ein Interesse besteht – sind aber nur über Institutionalisierung und Organsisierung z. B. in Form eines " Blogger-Verbandes" zu erreichen, denn nur dann wird man als Macht wahrgenommen.
Monday, October 2. 2006
Von Ethan Zuckerman gibt es die englischsprachige Anleitung Anonymous Blogging with Wordpress and Tor, die auch mögliche Falltüren und wichtige Tipps enthält. Ansonsten ähnelt das Vorgehen den anderen Anleitungen zum anonymen Bloggen: Sei es das Handbuch für Blogger und Cyber-Dissidenten der Reporter ohne Grenzen oder das HowTo How to Blog Safely (About Work or Anything Else) der Electronic Frontier Foundation ( hier auf Deutsch).
Ich würde ja die "Hardcore-Methode" mit Invisiblog als Plattform, Nym-Mailadresse und Versand per Stunnel/Tor/Gmail empfehlen. Ist aber (noch) komplizierter, man braucht frische und zuverlässige Remailer und ein Invisiblog ist natürlich nicht so schön und vom Funktionsumfang gut ausgestattet wie ein anonymes Wordpress Weblog.
Tuesday, September 26. 2006
Also wenn das hier so weiter geht mit der Nichterreichbarkeit und den dauernden Fehlern, muss ich wohl demnächst wieder umziehen. So macht's zur Zeit keinen Spaß mehr :-(
Thursday, August 10. 2006
Die Times berichtet in Spies trawl Friends Reunited for terror whispers über OSINT und HUMINT Aktivitäten seitens der drei britischen Geheimdienste GCHQ, MI5 und MI6 sowie der NATO, die wie z. B. das Open Source Center (OSC) der CIA / DNI oder das U. S. Air Force Office of Scientific Research Weblogs, Dienste für soziale Netzwerke und Chats per Data Mining analysieren und auch mit Agenten "vor Ort", die sich mit Pseudonymen tarnen, aktiv teilnehmen. Zu diesem Zweck hat die britische Regierung die verdeckt operierende Open Source Joint Working Group (OSJWG) Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich aus Agenten der genannten Geheimdienste zusammensetzt und die mit dem OSC kooperiert.
Laut der Times ist die Gründung der Arbeitsgruppe neben dem Erwerb und Einsatz von Data Mining Programmen und dem Training von Geheimdienstagenten in verdeckter Überwachung im Internet und der Anwendung von OSINT Methoden nur Teil eines neuen, geheimen Programms, um kontinuierlich eine große Anzahl von Weblogs, Webchats und sozialen Netzwerken zu überwachen. Selbst spezielle Software, um Podcasts auszuwerten, sollen zum Instrumentarium der Spooks gehören.
Die Ziele sind wie immer dieselben: Über die Analyse sozialer Kontexte, von Schlüsselwörtern und der internen Kommunikation Namen und Personen zu identifizieren, die selbst eine Bedrohung darstellen oder die ihrerseits Kontakte zu Personen aufweisen, die bereits auf den Terror Watchlists stehen, sowie die Beziehungsgeflechte zwischen diesen Personen aufzudecken. Wie schnell man auf den Watchlists landet und auch als Friedensaktivist, der sich zu stark für "falsche Seiten" engagiert, Objekt derartiger Programme wird, kann man andauernd in den Feeds verfolgen – um nur eine Zielgruppe neben den angepeilten Terroristen zu nennen. Aufhänger der Story sind laut der Times das Eingeständnis seitens der britischen Geheimdienste, dass im Rahmen des Programms das "Freundschaftsnetzwerk" Friends Reunited überwacht wird, das wie das deutsche Pendant StayFriends ehemalige Schulkameraden und -freunde oder ehemalige Arbeitskollegen zusammenbringen will.
"There is obviously stuff that can be grabbed by anybody without intercepting communications. There is constant monitoring of sites for information which is open and can be of use."
Sprecher des Außenministeriums zur Überwachung von Friends United.
Wenn schon eher unpolitische und harmlosere Netzwerke wie die genannten Angebote ins Visier der Geheimdienstanalysten geraten, kann man sich vorstellen wie ehrgeizig die OSINT Pläne diesseits und jenseits des Atlantik wirklich sind. Der Vorteil: Da sich Diskussionen und Kommunikation durch die "Web 2.0 Revolution" und die Weblogs zu einem großen Anteil ins WWW verlagert hat und die nur verschwindend gering anonym / pseudonym oder verschlüsselt stattfindet, kann man auch eine große Anzahl von Personen und ihre Kommunikation überwachen und analysieren und das ohne großartige Prozeduren wie richterliche Beschlüsse oder gesetzliche Schranken. Ich kann mir vorstellen, dass mit der Umsetzung des Terrorismusbekämpfungsergänzungsgesetzes und ähnlicher Landesgesetze bei den Kriminalämtern, BND und Bundesverfassungsschutz verstärkt ähnliche Aktivitäten einsetzen werden – ebenso wie in allen anderen EU-Staaten – wenn die Aktivitäten nicht eh konzertierte Anstrengungen der Verbündeten im "Krieg gegen den Terror" darstellen.
Für Training und Anleitung der verdeckt arbeitenden Geheimdienstmitarbeiter, die man auf Quellen ansetzt, die nicht mittels Data Mining und Webcrawler Programmen zugänglich sind, nennt der Artikel die beiden Standardwerke Open Source Intelligence Handbook und das Intelligence Exploitation of the Internet Manual der NATO, die neben dem Open Source Intelligence Reader Agenten u. a. darin unterweisen, wie man die Nutzung des Webs anonymisiert, anonyme Identitäten einrichtet und nutzt und wie man sich zum Beispiel als Geheimdienstmitarbeiter zu verhalten hat, wenn man sich an Chats beteiligt. Also die gleichen Techniken, die Internetnutzer anwenden, wenn sie nicht auf dem Radar der Sicherheitsbehörden auftauchen wollen :)
Wednesday, August 2. 2006
Mich erreichte gerade wohl wegen dieser Geschichte eine Anfrage von Basquiat, ob man meine Beiträge bzw. Feeds auch über Planets aggregieren darf.
Man darf, denn grundsätzlich dazu: Solange Quelle bzw. / oder Autor erkennbar sind, der Leser die Möglichkeit hat, vom anderswo erscheinenden Beitrag zum Ursprung zurückzugehen und der Inhalt nicht kommerziell verwertet wird, ist es mir piepegal, wie Leser meine Beiträge lesen, ob über einen Feedreader, über einen Planet / Metablog oder Onlinefeedreader, als Auszug oder Volltext. Mir kommt es btw. nicht darauf an, hier und nur hier gelesen zu werden oder Clicks und weiß-der-Teufel zu sammeln. Aus dem Gesagten geht auch hervor, dass ich zu dem Blogdieb Beitrag von Udo Vetter nicht unbedingt etwas Negatives sage, weil man sich den inkriminierten Planet nicht mehr anschauen kann. Wenn ein Planet einfach nur die "Bodies" fremder Weblogbeiträge kopieren würde, wäre der Vorwurf des "Blogdiebstahls" ja nicht unberechtigt.
Saturday, July 29. 2006
Die alte Regel "Im Internet weiß niemand, dass Du ein Hund bist" gilt nicht mehr, denn einige Mitglieder des Blogosphärenrudels bekommen dieser Tage ein Stöckchen zum Weitertragen. So folge auch ich dem Ruf meiner Führerin in dieser Angelegenheit, die mir das Ding hinwarf und bekaue es ein wenig:
Warum bloggst Du?
Zur Beantwortung klaue ich von mir selbst etwas von der HP-Seite Das Netz. Könnte man auch wieder hier und da etwas anders sehen, aber ich lass es mal so stehen:
Während meiner "Arbeit" an der Homepagesite habe ich parallel das Entstehen der Weblogs verfolgt und deren Merkmale und Vorteile immer wieder mit den Möglichkeiten und Merkmalen der Homepage verglichen. Irgendwann war ich überzeugt, dass es für mich sinnvoller und für den Leser nützlicher ist, Inhalte in Form eines Weblogs zu veröffentlichen – wobei es da immer wieder Rückverweise zu Inhalten gibt, die ich über die Homepage anbiete. Besonders gereizt hat mich der letzte Punkt zur ersten Frage, die gegenseitige Verknüpfung und der Austausch. Bei der Homepage erschöpfte sich die Verknüpfung in gegenseitiger Linksetzung, der Austausch in Kommentaren per E-Mail. Statt spontan und in relativ kurzer Zeit erwas zu schreiben und zu veröffentlichen, wurde zu Inhalten für die Homepage öfters erst tagelang recherchiert, formuliert, die dann noch in HTML umgesetzt werden mussten – wobei das ja auch schneller geht, wenn man WYSIWYG Editoren benutzt.
Bei dem, was mich motiviert, weiterzumachen, steht wohl an erster Stelle die Freude am Schreiben an sich. Außerdem gibt es einfach zu viele Ereignisse, Daten und Erlebtes, über das es sich lohnt zu schreiben, weil man der Auffassung ist, dass es auch andere interessiert, für andere nützlich ist oder von dem andere Menschen erfahren sollten. Ein Motiv besteht auch darin, einen eigenen virtuellen "Zettelkasten" als persönliches Archiv zu haben. Auch zu sehen, dass veröffentliche Beiträge von anderen Autoren aufgegriffen oder von Lesern kommentiert werden, trägt zur Motivation bei, ist für mich aber keine Bedingung für das Schreiben, egal ob in einer Mailingliste, auf der Homepageseite oder halt im Weblog.
Seit wann bloggst Du?
Seit Juli 2003.
Selbstportrait?
Warum lesen deine Leser Deinen Blog?
Ich denke, weil es hier meistens um Datenschutz, Informationsfreiheit, Anonymisierung, Kryptografie, Zensur, Menschen- und Bürgerrechte, Geheimdienste, Überwachung und Kontrolle geht.
Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?
Weiß ich nicht und will ich auch gar nicht wissen. Diese dauernden Aufzählungen in der Blogosphäre, über welche schwachsinnigen Suchphrasen und -wörter Leute auf einem Blog aufschlagen, finde ich sehr langweilig.
Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Alle und Keiner? Misst man ja wohl über Anzahl der Trackbacks und Kommentare. Wenn ich mir da manch eigenen Beitrag und fremde Beiträge in anderen Weblogs anschaue, gibt es eher Beiträge, die zu Unrecht viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Umgekehrt beweisen fehlende Kommentare und Trackbacks nicht, dass eine Beitrag keine Aufmerksamkeit erregt hätte - die ist vielleicht beim Leser mehr ins Innere gewandert.
Dein aktuelles Lieblings-Blog?
Ich habe keine Lieblingsweblogs. Bei allen Weblogs (inklusive myself) schwankt Qualität, Output und Interesse am Inhalt kontinuierlich. Wie soll man da ein Lieblingsweblog haben.
An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?
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