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Thursday, July 21. 2005
Tröööööööööt…Hiermit erkläre ich die Spiele für eröffnet! Kurzer Eindruck gerade bei Thierses Statement zur Bundestagsauflösung.
Thursday, July 21. 2005
Schon wieder Bomben in London, 4! wie die BBC sagt. Verdammte Scheiße
Thursday, July 14. 2005
Cool, das nenne ich doch mal einen tollen Vorschlag, den der ARD-Vorsitzende Dr. Thomas Gruber da unterbreitet. Der möchte, dass zukünftig die Gebührenerhöhung für gekürzte Politmagazine und den Rest des allabendlichen Schrotts, den die ARD serviert, nach einem "Indexierungsmodell" festsetzen, das sich an dem Verbraucherpreisindex orientiert. Also demnächst höhere Mehrwertssteuer, höhere Ölpreise und automatisch klingelt es wieder im Säckel der ÖRF-Sender und den leidigen Diskussionen in den Print- und Onlinemedien bei jeder Gebührenerhöhung entgeht man damit auch noch. Prima. Via Institut für Urheber- und Medienrecht: ARD schlägt Koppelung der Rundfunkgebühren an allgemeine Preissteigerung vor.
Friday, June 24. 2005
…gerade auf 3sat. Ein Autor namens "Böldl", der geradezu dazu einlädt, ihn in "Blödl" umzubennen, liest wohl aus seinen Kindheits- und Stadterinnerungen vor. Die Kameramänner stehen verloren in der Dekoration herum, die irritierenderweise aus übergroßen Mensch-Ärger-Dich-Nicht Spielbrettern besteht, als würde gerade der internationale Mensch-Ärger-Dich-Nicht WorlCup übertragen werden. Die Autoren und klug drein schauenden Kritiker sitzen an Pulten, wie man sie aus den zahllosen Rate-Shows her kennt - schließlich gibt es ja auch was zu gewinnen. Schon irgendwo absurd, sich vom Fern-Sehen drei Stunden lang aus Büchern vorlesen zu lassen, andererseits erfreulich, dass dafür noch Platz im ÖRF ist. Eine schöne Aktion wäre es, die Preisverleihung an einem Tag mit schlechtem Wetter auf allen Kanälen zu übertragen. Wer Böldl nicht mag, dem empfehle ich "Riven Rock" von T. C. Boyle, das ich gerade lese.
Thursday, June 9. 2005
Ich kann mich da Hugos Meinung in Zum Abschuss freigegeben nur anschließen. Aus diesem Grund weiß ich auch, was ich von Leuten zu halten habe, die so was wie "TV total" gerne glotzen oder sich ihre ganze Meinung BILDen lassen und warum bei mir Leute wie Raab und Sendungen wie "TV total" total weit oben auf der persönlichen "TV Blacklist" stehen. Hier mal ein Ausschnitt aus Ravens Personal TV Blacklist (RPTVB) laut Nextview EPG von heute :o)
TV total (Pro7)
Das Geständnis - Heute sage ich alles (Pro7)
Das Familiengericht (RTL)
Richterin Barbara Salesch (Sat1)
Das Jugendgericht (RTL)
Richter Alexander Hold (Sat1)
taff (Pro7)
Brisant (ARD)
Leute heute (ZDF)
Prompt (Pro7)
Exclusiv (RTL)
Big Brother (RTL2)
Akte irgendwas (Sat1)
24 Stunden (Sat1)
talk talk talk (Pro7)
Johannes B. Kerner (ZDF)
Die Oliver Geissen Show (RTL)
Fliege (ARD)
Blitz (Sat1)
Eure letzte Chance (Pro7)
Vera am Mittag (Sat1)
SAM (Pro7)
Britt - Der Talk um Eins (Sat1)
Zwei bei Kallwass (Sat1)
We are Family! (nicht Papst) (Pro7)
Leute heute (ZDF)
hallo deutschland (ZDF)
Beckmann (ARD)
Sabine Christiansen (ARD)
Friday, April 29. 2005
Eines der Projekte des Schweizer Medienkollektivs Bitnik erinnert mich an die Lo-Tecs in der Verfilmung von William Gibsons Story "Johnny Mnemonic". Im Film betreibt eine Gruppe von Outsidern, die "Lo-Teks", einen gigantischen TV-Piratensender, über den sie systemkritische Informationen in die TV-Networks einspeisen, u. a. auch die Daten zur Heilung einer Krankheit, die von den Konzernen zurückgehalten werden, weil sie davon profitieren.
 Das Lo-Tek Interface mit Sendestation im Hintergrund aus "Johnny Mnemonic"
Das vor einem Jahr begonnene Projekt Copyfight! - Make P2P Television von Bitnik ist dagegen kleiner dimensioniert, sozusagen "Low-Level-Lo-Tek" und anders ausgerichtet, aber gerade dadurch sympathisch. Im Kern besteht Copyfight aus einem "kollaborativen Redaktionssystem" als Open Source Software, mit der Medieninhalte in ein Archiv eingestellt und verwaltet werden können. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn das System die nötige Reife erreicht hat, will Bitnik die Software auch zum Download zur Verfügung stellen. Die Medieninhalte können auch selbst produzierte Audio- und Videobeiträge sein, wie sie jetzt in P2P-Netzen, Video / Audioblogs und -plattformen zu finden sind. Über die Software bzw. ein Webinterface kann außerdem über das Internet ein Programm aus den Medieninhalten zusammengestellt werden. Und das nicht nur von den "Machern" des Projekts, sondern von den Rezipienten der Inhalte selbst, wodurch der ehemalige "TV-Konsument" nicht mehr länger die Rolle der "Couchpotatoe" einnimmt, sondern selbst zum Produzenten und Programmacher wird. Woraus sich auch der Untertitel "Partizipatives Fernsehsendermodell" des Projekts erklärt.
 Das Copyfight Interface
Angesprochen auf den Begriff Copyfight im Zusammenhang mit der Debatte um die Urheberrechte führt Carmen von Bitnik in einem informativen Interview aus:
"…Bei den Urheberrechten wollten wir einfach mal ein Projekt machen, das ein bischen die ganze Debatte von einer anderen Seite angeht. Also statt eigene Inhalte zu produzieren und sie in Creative Commons Lizenzen freizugeben, wollten wir einfach thematisieren, dass es eigentlich unmöglich ist, das im Internet zu unterscheiden zwischen geschützten und nicht geschützten Inhalten und haben uns da klar auf die Grenze zwischen Legal – Illegal gestellt und das eigentlich gar nicht thematisiert, wenn man so will, sondern wir stellen einfach alle Inhalte zur Verfügung."
Die Hardwareumgebung besteht aus einem Kleinst-TV-Sender mit lokaler Reichweite, den theoretisch jeder aus einem veralteten Computer, einem Videorekorder, einer TV-Antenne und Hausanschlussverstärkern zusammenbasteln kann. Gesendet wird analog/terrestrisch über UHF, die Reichweite beträgt bis zu 500 Meter - "Micro-TV für die Nachbarn" - bei einer Aufrüstung der Komponenten wäre theoretisch auch eine landesweite Ausstrahlung möglich. Vielleicht ein gutes Beispiel, wozu man die leeren, analogen TV-Frequenzen nach dem Siegeszug von Digital-TV doch noch nützen könnte und wie man dem per Rundfunkgebühr und Werbung finanzierten Verdummungs-TV etwas entgegensetzen könnte :)
Eingesetzt wurde der Lo-Tek-Sender bereits bei Festivals und Kulturveranstaltungen. Aktuell arbeitet er in einer Ausstellung im Les Complices in Zürich, einer offenen Plattform für Künstler.
Via indymedia: TV-PiratInnen entern schweizer Mattscheiben.
Tuesday, February 15. 2005
Nachdem sich die Sender- und Medienpolitmafiosi auf eine Erhöhung des GEZ-Zwangsgeldes geeinigt hatten, geht der weitere Umbau der öffentlich-rechtlichen Anstalten zu Volksverdummungssendern weiter. Einer der wenigen Formate, die zum festen Repertoire des Meinungs- und Willensbildungsauftrages gehören, die ARD-Politmagazine, müssen Federn lassen, wo Serieneinerlei, Volksmusikgedröhne, Quassel-, Quiz- und Spielshows lustig weiter über die ARD flimmern. Wie ich bei Digital TV lesen durfte, haben sich die Programmdirektoren der Landesrundfunkanstalten mehrheitlich auf eine Kürzung der Sendedauer auf 30 Minuten für die Politmagazine Fakt, Monitor, Panorama, Kontraste und Report verabredet. Als lächerlichen Grund wird die Verschiebung der tagesthemen von 22:30 auf 22:15 Uhr angegeben, denn an dem Bullshit, der allabendlich ab 20:15 in die Volksverdummungsempfänger fließt darf natürlich nicht gerüttelt werden. Als Ergänzung empfehle ich den FAZ Artikel Trommeln reicht nicht zum Zwist von ARD und ZDF mit der EU-Wettbewerbskommission.
Wednesday, January 12. 2005
Ich hoffe nicht, dass in Japan das ausprobiert wird, was einmal die alltägliche Fernsehzukunft darstellt. Fans der simulierten Pseudowirklichkeit aus vormittäglichen "White Trash" Talkrunden mit Vera & Oliver, dem gleichen "White Trash", der danach stundenlang in den TV-Richterstuben abgeurteilt, sich nachmittags von Big Brother Kameras vorführen oder von Profikräften "entmüllen" lässt und allabendlich durch penible Kräfte staatlicher und privater Sicherheit & Ordnung aus Innenstädten, vom Strand oder sonstwo entsorgt wird, mögen das anders sehen. Laut digitalfernsehen.de Meldung Reality TV-Kanal startet in Japan kann man ab Februar in Japan einen Kanal empfangen, der 24 Stunden am Tag Reality-Bullshit aller Art in die Geräte der Zuschauer auskübeln wird. Das jedenfalls plant das Joint Venture Reality TV Japan Co. Ltd., das seinen Sitz in Tokio haben wird. Prost Mahlzeit, Orwells Prole-Kino lässt grüßen.
Sunday, October 31. 2004
Da es ein "HB-Männchen" Thema ist, ein Kommentar auf einen Kommentar zum älteren Beitrag TUX against GEZ oder NIEDER mit der GEZ! in Form eines Beitrags.
bravo - nieder mit der GEZ. der artikel spricht mir aus der seele.
40 millionen zahler und ein jährliches gebührenvolumen von ca. 7 milliarden euro [Anm.: Laut Wikipedia GEZ Artikel waren es 2003 genau 6,79 Milliarden EUR].
und diese unsumme wird fast vollständig für schwachsinn ausgegeben.
Ja, das sehe ich auch so. Schon alleine die Art und Weise, wie sich die GEZ im Web präsentiert und wie dort den Bürgern die Grundlagen und Notwendigkeiten der Gebühren vermittelt werden – nämlich so gut wie gar nicht.
Mit den Gebühren soll aus meiner Sicht dem ÖRF ermöglicht werden, ein Programm zu gestalten, dass einserseits die Meinungsvielfalt widerspiegelt, andererseits der Meinungs- und Willensbildung, u. a. durch Informationen zum Staatshandeln, dient und zur politisch-gesellschaftlich-kulturellen Bildung der Bürger beiträgt. Dagegen wäre auch nichts einzuwenden, aber dazu zählen für mich Nachrichtensendungen, Bildungsangebote, Reportagen und Dokumentationen zum politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben, Wiedergabe von Filmen und Kulturereignissen (Theater, Ballett, Kabarett etc.), die den obigen Aufgaben dienen – Beispiele dafür sind die Inhalte der Sender ARTE, 3sat, Phoenix, teilweise der Regionalsender und nicht Produktion von Filmen, Serien, Boulevardmagazinen, musikalischen Aufführungen, die allenfalls der seichten Unterhaltung dienen.
Imo hat sich der ÖRF der Ausrichtung an einem Massengeschmack zu enthalten, deshalb sind zum großen Teil auch die Einschaltquoten sinnlos. Es gibt einen Kernbereich, den ich oben versucht habe zu skizzieren und nur dafür sind Gebühren zu verwenden und zu sonst nichts anderem. Unabhängig, ob die "Dschungelcamp" Glotzer das sehen oder nicht.
Wollen die ÖRF Sender darüber hinaus Formate anbieten, die sonst meistens nur im Privatfernsehen zu finden sind, haben sie den Mist verdammt noch mal aus eigener Tasche oder über Werbeinnahmen zu finanzieren.
Weil es sich um öffentliche Mittel handelt, sind die ÖRF Sender auch zu einer verantwortungsvollen, kostengünstigen und effizienten Ausgabe der Gebühren verpflichtet.
Nur ein Beispiel: Hier in NRW werden vom WDR in drei oder mehr Regionalredaktionen (Köln, Düsseldorf, Bochum(?)) Sendungen produziert. Warum? Reicht nicht ein "Regionalfenster", das dann mit längerer Sendezeit ausgestrahlt wird?
Oder: Warum muss zu Sportereignissen aus Prestigegründen extern ein Herr Beckenbauer für wer weiß wieviel Euros unter Vertrag genommen werden, anstatt nur eigene Personalressourcen zu nutzen? Ich denke, die Liste könnte man unendlich fortsetzen.
ich würde meine GEZ-gebühren gerne für UNICEF spenden - aber die GEZ entläßt mich nicht aus ihren fängen, obschon ich keine rundfunk- und fernsegeräte betreibe.
einmal angemeldet - immer angemeldet.
Soweit ich gelesen habe, reicht die bloße Existenz eines Radios und Fernsehgeräts aus, denn dann hält man ein Gerät zum Empfang bereit. Ich würde mich jedenfalls zur Wehr setzen und mich weigern, Gebühren zu zahlen, wenn sich keiner dieser Geräte in Wohn- oder Geschäftsräumen befindet. Aber dazu gibt es ja Informationen im Web, z. B. bei den Rundfunkgebuerenzahlern und GEZ Abschaffern. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die GEZ vor Gericht in diesem Fall irgendeine Erfolgsaussicht hätte.
Aber da ist den Rundfunk- und Medienpolitikern und den Strategen der GEZ ja schon etwas Neues eingefallen: Die Rundfunkgebühr für PCs. Schlau gemacht. Die Meldungen zu Verkaufszahlen von PCs belegen, dass der PC mittlerweile in jedem Privathaushalt steht, die Zahl der Internetanschlüsse steigt auch tagtäglich. Dann braucht man als ÖRF nur noch ein paar Jahre Radiosendungen und Fernsehbeiträge über die eigenen Webauftritte verbreiten, denn damit hebelt man das Argument aus, für den Radio- und TV-Empfang am PC würde man Radio- und TV-Karten benötigen und einige Zeit später kann man die Rundfunkgebühr für internetfähige PCs diktieren. Das sind Schutzgeld-Methoden, die man sonst nur aus der Sphäre der Organisierten Kriminalität her kennt.
Deshalb: Gebühren nur für den Kernbereich des ÖRF oder Zerschlagung der GEZ und des ÖRF!
Thursday, April 1. 2004
Anlässlich meines Eintrags zu tvtime erhielt ich von Ingo den Hinweis auf nxtvepg, eines "Electronic Program Guides" oder anders einer "elektronischen TV Programmzeitung". Ich hatte mir nxtvepg schon mal vor einiger Zeit angesehen, da klappte aber nix mit Redhat. Der Hinweis ließ mich aber nicht los und mit ein wenig genaueren Hinschauen und -lesen kam ich dann darauf, dem bttv Modul noch den Paramter vbi_nr=1 für das /dev/vbi Device mitzugeben und danach lief es endlich. Also kann ich mich jetzt Ingos Empfehlung anschließen :) In der Zwischenzeit bin ich aber noch auf das interessante TV-Browser Projekt gestoßen, ebenfalls ein EPG. TV-Browser basiert auf Java. Beim TV-Browser werden die Programmlistings direkt aus dem Internet geladen und das Programm kann über etliche Plugins erweitert werden. Der Autor weist jedoch darauf hin, das der Teil des Codes, der für das Datensammeln zuständig ist, Closed Source sei. Auf jeden Fall gefallen mir beide Teile sehr gut. Stellt sich nur noch die Frage, welches nehmen? Nächste Woche wird erst einmal keine TV-Zeitung gekauft, mal sehen, ob so ein EPG ausreicht.   Oben nxtvepg unten TV-Browser mit Spaltendarstellung.
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