Der
Internetspion auf dem heimischen PC wird uns noch länger beschäftigen.
Die Frankfurter Rundschau berichtet in
Polizei als Hacker beschäftigt die Juristen, dass über die
Beschwerde von Generalbundesanwältin Monika Harms gegen den Beschluss des Ermittlungsrichters am Bundesgerichtshof Ulrich Hebenstreit der 3. BGH Strafsenat im Januar 2007 entscheiden wird.
Ansonsten lässt die FR irgendwelche "Fachleute" und Internetuser im Trüben fischen – was wir alle wohl mehr oder weniger tun:
Fachleute spekulieren, wie die staatseigenen Hacker in den Computer eindringen. Viele Nutzer rechnen mit dem Einsatz von besagten Trojanern, also heimlichen Spionageprogrammen, die in der Regel über harmlose E-Mails zu den betroffenen Rechnern gelangen. Andere sehen einen möglichen Angriffspunkt in den Knotenpunkten des Internets. Denn in den vergangenen Wochen ist der deutsche Internet-Austauschknoten DE-CIX in Frankfurt am Main auf neue Hardware-Plattformen umgestellt worden.
Das Datendrehkreuz ist damit deutlich leistungsfähiger und schneller geworden. Der Hersteller der neuen Komponenten, die Firma Force10 Networks, bietet aber auch Spionage-Software zur elektronischen Überwachung des Datenverkehrs an. Der US-Geheimdienst NSA nutze diese Technik bereits ausgiebig, heißt es.
Das es im
DE-CIX mit Sicherheit ebenfalls Überwachungsschnittstellen gibt, die mit richterlichen Anordnungen genutzt werden – bei "Gefahr im Verzug" vermutlich auch hopp-hopp – dürfte klar sein. Das an einem solchen Ort fast tagtäglich irgendwelche Hardware dazugestellt oder ausgetauscht wird, auch. Nicht so klar ist mir, dass der DE-CIX seit heute ein reiner Staatsbetrieb sein soll, an dem BKA Leute mit einem Transporter vorfahren, um dort Hardware für den
BKA "Bundestrojaner" zu installieren, der dann auf die heimische Festplatte zugreifen soll. Und es heißt nicht nur, es ist so, dass die NSA
spätestens seit Echelon an den amerikanischen Knotenpunkten (und per Präsidentenanordnung bei einigen US-Telefonieunternehmen) mitsaugt.
Trotzdem netter Denkanstoß für Leute, die immer noch alles im Klartext und nicht verschlüsselt durch's Netz sausen lassen.
Aus der Kleinen Anfrage (16/3787) der Abgeordneten Jan Korte, Petra Pau, Kersten Naumann und der Fraktion Die Linke zur Rechtmäßigkeit und Anwendung von Online-Durchsuchungen (aka "Bundestrojaner"): Im "Programm zur Stärkung der Inneren Sicherheit" (PS
Tracked: Dec 18, 22:14