Warum mich schon seit dem
Spielen mit dem Stick die Sicherung der dort gespeicherten Daten umtreibt – nicht nur bei Verlust eines Sticks, sondern gerade auch beim Einstecken in fremde Windowsrechner – reißt die tagesschau in dem Beitrag
Hacking-Tool kopiert Daten von USB-Sticks an, der auf einen Artikel der Zeitschrift
PC Professionell zurückgeht, der sich wiederum der seit einiger Zeit bekannten
USB-Tools von Hak5 annimmt.
Die "USB Hacks" Tools beschäftigen sich mit dem Ausspionieren von Daten über USB-Sticks und dem Schutz vor derartigen Angriffen – also nicht nur so einseitig, wie es der tagesschau Artikel darstellt.
Zu den Tools zählen das
USB "Taschenmesser" und dessen Nachfolger, die
USB "Säge", die u. a. auch das erwähnte
"USB Dumper" Tool enthalten. Mit ihnen kann die Ausspionierung von Daten auf Windows NT Rechnern von USB-Sticks (wobei U3 USB-Sticks bevorzugt werden) aus und von Daten auf USB-Sticks vom Hostrechner aus, auf dem der USB Dumper installiert ist, demonstriert werden. In Vorbereitung ist aber auch das
USB "Gegenmittel", das Abwehrtechniken gegen die obigen Angriffe realisieren soll.
Mit ihrer "Arbeit" erstellt Hak5 nicht nur an sich interessante Tools, sondern leistet auch wichtige Informations- und Aufklärungsarbeit, was den Datenschutz und die Kryptografie im Umgang mit USB-Sticks angeht. Etwas, was Politiker wie Zypries nur ungenügend bedenken, wenn sie von der
"Ächtung von Hackertools" daherfaseln.
Die gutgemeinten Ratschläge im tagesschau Artikel sind nur begrenzt nützlich und umsetzbar:
Nutzer sollten ihre persönlichen Daten sicherheitshalber verschlüsseln und vorsichtig sein, falls die LED des Sticks in fremden Rechnern zu lange flackert.
Bei unsicheren Rechnern sollte man daher, sofern möglich, vor dem Einstecken den Schreibschutz des Sticks aktivieren und im Zweifelsfall den USB-Datenspeicher nach ungeschütztem Datenverkehr mit einem aktuellen Virenscanner untersuchen. USB-Sticks unbekannter Herkunft´sind mit größter Vorsicht zu behandeln.
Wie ich schon im oben erwähnten Beitrag schrieb, ist eine wirklich sichere und überall portable Umsetzung der Verschlüsselung gar nicht so einfach zu realisieren und sobald man mit einem USB-Stick das Haus verlässt, hat man es generell immer mit "unsicheren Rechnern" zu tun. Bei manchen Anwendern – man sollte es kaum glauben – ist es sogar der eigene Rechner. Die LED flackert ständig, wenn man mit mehren Programmen vom USB-Stick arbeitet und sie flackert, weil man mit ihnen und dem USB-Stick unterwegs arbeiten will oder muss und nicht nur Katzenbilder transportiert. Auch der Totschlaghinweis mit dem Virenscanner ist naiv, wenn man bedenkt, dass es mittlerweile genug Viren und Trojaner gibt, die sich gut vor Virenscannern tarnen können, wenn sie ihn nicht gleich deaktivieren oder blocken.
Aber die meisten Benutzer von USB-Sticks werden eh keinen Gedanken an Datenschutz und -sicherheit auf ihrem Stick verschwenden. Warum auch, wenn man nichts zu verbergen hat :)
USB-Sticks sind ein guter Platz, persönliche Daten mit sich zu tragen: Seien es Bookmarks, ssh-Keys oder die TANs des Konto - so hat man alles Wichtige immer dabei. Anwendungen, die nicht installiert werden müssen, machen das Leben sogar noch einfacher.
Tracked: Nov 13, 14:32