Da kann ich nicht widerstehen. Zitate aus zwei Beiträgen auf einer Mailingliste:
> Ich würde dazu neigen, vor allem die Rechte des Staates und anderer
> monopolartiger Organisationen zur Erhebung und in zweiter Linie zur Verwendung
> dieser Daten einschränken zu wollen, aber ansonsten wenig zu regulieren und
> ein Anwachsen der Gläsernheit hinzunehmen, was ja auf der anderen Seite einem
> Anwachsen von Unübersichtlichkeit entgegensteht und dieses in einigermaßen
> natürlicher Weise ausgleicht. Im Moment haben wir, so scheint es mir als
> oberflächlichem Beobachter, nur auf beiden Seiten Besitzstandswahrer, die
> beide Tendenzen einzufrieren versuchen und dabei immer mehr Regulierung
> erzeugen.
Gerade umgekehrt. Der Staat ist an Recht und Gesetz gebunden und dient
letztendlich uns allen, verdient also einen Vertrauensvorschuss -
Private nicht. Was staatliche Stellen über mich wissen, ist mir
weitgehend gleich; was meine Nachbarn, mein Arbeitgeber,
Wirtschaftsauskunfteien und mein Supermarkt so über mich erfassen, ist
mir hingegen deutlich weniger egal.
Den Staat ein wenig beschränken, aber bloß nicht noch mehr Datenschutzregeln, gelle? Darf's ein Pfund Gläsernheit mehr sein? Regelt sich doch eh alles selbst. Dem Staat ist doch grundsätzlich zu vertrauen, weil er allen dient und sich immer schön an Recht und Gesetz hält. Deshalb darf er auch alles wissen. Er dient mir ja und wenn ich ihm nicht bereitwillig alle Daten und Informationen übergeben würde, würde ich mir ja selbst misstrauen. Der Staat darf erfahren, was ich so alles auf Kredit und im Shop kaufe, wer mich besucht und was ich so privat treibe, aber wenigstens sollen das nicht auch alle anderen erfahren.
Da haben sich zwei aufrechte Bürger gesucht und gefunden, würde ich sagen.