Der amerikanische Geheimdienst FBI rührt gerade die Werbetrommel, um seine
"Lost in Translation" Probleme zu lösen, denn wie jeder andere Geheimdienst sucht auch das FBI immer noch händeringend nach Geheimdienstanalysten, die in mehreren Sprachen fit sind, um Quellen in ausländischen Sprachen zu analysieren – vorzugsweise die
Sprachen der Länder der "Achsen des Bösen", gegen die es aktuell und ebentuell auch zukünftig den "Krieg gegen den Terror" zu führen gilt.
Wenn sich aber nun niemand meldet, der gewillt ist, der die nötigen Skills mitbringt oder vertrauenswürdig genug ist – was macht man dann? Man macht das, was Unternehmen auch machen: Outsourcing, "Heimarbeit" und "virtuelle Büros". So funktioniert das
National Virtual Translation Center (NVTC), das im FBI-Hauptquartier in Quantico angesiedelt ist und für das vom FBI in einem
chicen Video geworben wird:

Virtuelle Übersetzungsdienste für die Community.
Wie es in der Pressemitteilung und im Video heißt, kann jeder mitmachen, um an der Frontlinie zur Stärkung der Nationalen Sicherheit behilflich zu sein – ob Hausfrau, Sprachlehrer, sprachbegabter Vater oder Büroangestellter. Überall kann man in Voll- oder Teilzeit für das FBI und die US-Geheimdienste tätig sein – in lokalen FBI Büros oder zu Hause nach dem Bügeln. Die Voraussetzungen: Die amerikanische Staatsbürgerschaft, bestandene Sicherheitsüberprüfung inklusive
Lügendetektortest, Kreditwürdigkeit und einen bestandenen umfangreichen Sprachtest.
Hat man die erfüllt, teilt einem das NVTC Übersetzungsaufgaben zu, wenn die eigenen Inhouse-Linguisten in den Geheimdiensten überlastet sind. Die Text- oder Audiodaten werden dann von Washington aus über die Geheimdienstnetzwerke und das Internet bis in die Wohnstube übertragen. Die Auftraggeber des NVTC sind alle US-Geheimdienste, die zu übersetzende Quellen, die man durch Abhöraktionen und
Data-Mining Programme gewonnen hat, an das NVTC weitergeben. Dort wird die Herkunft, sprich der Name des beauftragenden Dienstes. gelöscht und dann landesweit verteilt. Je nach Sicherheitsstufe arbeitet man dann an nicht klassifizierten Dokumenten am heimischen Rechner oder bei unter Geheimhaltung stehenden Quellen im örtlichen FBI Büro.

Überall im ganzen Land übersetzt man für das Vaterland.
Damit es auch in Zukunft nicht am ständigen Nachschub an Privat-Linguisten in Diensten des FBIs mangelt, fährt das NVTC zusätzlich Schulprogramme, in denen Schülern und Studenten ebenfalls nicht klassifizierte Dokumente für Übersetzungsaufgaben ausgehändigt werden. Den Mini-Agenten blühen Auszeichnungen und später vielleicht ein Job, wie ihn Mammi und Pappi auch schon für das FBI erledigt haben.

Auch der FBI Agent in der Zentrale freut sich über die privaten Helfer.
Nicht nur Bürger, Universitäten, Unternehmen, derzeitige Geheimdienste und Militärs sind für das Data-Mining des Internets und der Medien zwecks Antiterrorkampf zuständig, sondern auch altgediente Pensionäre und Veteranen, die sich in der klandestinen Ver
Tracked: Nov 26, 12:28