Über ein Forschungsprogramm an der britischen Universität von Leicester, das zum Ziel hat, über die Analyse von Texten, die als SMS versendet werden, den Sender eindeutig zu identifizieren,
berichtete bereits im August der New Scientist. Die Analysetechnik dürfte auch von Interesse für Geheimdienste sein, die den Text unverschlüsselter und/oder anonymer Instant Messaging oder E-Mail Nachrichten einer bestimmten Person besser zuordnen wollen.
Der Telegraph greift das Forschungsprogramm nochmals im heutigen Artikel
'Text-speak' style could be used as evidence auf. Dazu der forensische Linguist
Tim Grant:
"At the moment the police are able to work out where a mobile telephone was during a call, by triangulation and so on, but that can't tell you who was holding the phone doing the texting.
We hope we will be able to do that through analysis of the stylistic differences in text messages. We are looking at variations such as whether people use abbreviations or not, and what kind of abbreviations they are.
What happens quite often is that people miss out words - and different people leave out different words, such as pronouns or whatever.
We are finding, for example, that when two people text each other a lot their texting style becomes more similar."
Und dazu sollen auch noch alle SMS Benutzer, deren Nachrichten später mit der ausgereiften Variante der Analysemethode unter die Lupe genommen werden könnten, freiwillig an einer
Textnachrichten-Studie teilnehmen, wo sie dann u. a. ihre zuletzt versendeten SMS Nachrichten in entsprechende Formularfelder eintippen.
Außer einem Verweis auf einen
BBC Artikel, in dem ein Fall im Jahr 2002 geschildert wird, wo die Analsyse von SMS Nachrichten zur Tataufklärung hinzugezogen wurde, finden sich auf der Studienseite keinerlei
Informationen zum Hintergrund des Forschungsprogramms. Aber es werden sich mit Sicherheit genug Leute finden, die sich trotzdem an der Studie als freiwillige Untersuchungsobjekte beteiligen.