Wenn es nicht die Terroristen oder
Hooligans sind, die man glaubt, mit Hilfe von RFID-Smartcards und biometrischen Techniken bekämpfen zu können und die als geeignetes Objekt dienen, um der Bevölkerung den Sachzwang schmackhaft zu machen, dafür müssten alle überwacht werden, sind es Immigranten und Arbeitnehmer (die ich in meiner
Aufzählung vergessen habe).
Angesprochen auf seine Sicht der Dinge zu den Diskussionen um eine neue Immigrantengesetzgebung in den USA,
teilte der Bürgermeister von New York, Michael R. Bloomberg, als "Anwalt aller rechtschaffenen, amerikanischen Bürger und Arbeiter" dem Justizausschuss des U. S. Senats in einer Anhörung mit:
"Wie die meisten Mitglieder des U. S. Senats (aha) erkannt haben, brauchen wir absolut eine Bundesdatenbank, die es Arbeitgebern (die ja zur Zeit nicht zu knapp durch die Ausbeutung der illegalen Immigranten profitieren) erlaubt, den Status von Bewerbern zu überprüfen. Damit diese Datenbank irgendeinen Sinn hat, müssen wir sicherstellen, dass die Dokumente, die Berwerber vorzeigen, unbestechlich (sprich fälschungssicher) sind. Das bedeutet, wir müssen eine biometrische Arbeitnehmerkarte einrichten, die eindeutige Informationen enthält – Fingerabdrücke oder
DNA (praktisch, kann man die Bewerber direkt genetisch selektieren, wenn mehr enthalten ist als ein bloßer Hashwert), zum Beispiel.
Von jedem Arbeitnehmer, der zur zeit einen Arbeitsplatz innehat und jedem Bewerber würde verlangt werden, eine Karte zu erhalten und von jedem Unternehmen würde verlangt werden, ihre Echtheit über die Bundesdatenbank zu prüfen. Theoretisch haben wir alle bereits eine solche Karte – sie heißt Social Security Card. Aber da sie eine Regierungsprodukt ist, ist ihre Technik naturgemäß weit hinter der Zeit.
Indem wir die Vorteile aktueller Technik ausnutzen, können wir der Bundesregierung ein Mittel liefern, das notwendig ist, um unsere Einwanderungsgesetze durchzusetzen und Arbeiter vor ausbeuterischen und missbräuchlichen Arbeitsbedingungen zu schützen. Ich will klarstellen, dass dies nicht eine nationale ID-Karte ist, wie manche vorgeschlagen haben. Das wäre eine Arbeitnehmerkarte für das 21. Jahrhundert. Wenn Du nicht arbeitest, brauchst Du keine Karte. Aber jeder, der arbeitet, müsste eine Arbeitnehmerkarte besitzen.
Tolle Idee. Noch besser wäre es, wenn man
Immigranten sofort einen
RFID-Chip einpflanzen lässt, damit sie arbeiten dürfen.
Bisher haben die USA noch keine einheitliche, nationale ID-Karte in Form des deutschen Personalausweises, weil das immer ähnliche Diskussionen auslöste wie
in Großbritannien. Brauchen sie auch nicht, wenn man für den gleichen Zweck die
Fahrlizenzen nach dem REAL ID Gesetz oder die Social Security Card verwendet. In der "Database Nation" USA tun vielfältige Informationsaustausch- und Verknüpfungsstrukturen ihr Übriges.
Trotz zahlreicher Mängel und meiner Auffassung, dass es sich hierbei nur um ein demokratisches Feigenblatt handelt, weil des Bürgers Meinung bei der EU-Kommission
nur marginal zählt - seine Bedenken zu RFID kann der geneigte EU-Bürger in einer
Onlineumfrage zu RFID der EU-Kommission kundtun, damit es vielleicht in Europa nicht zu ähnlichen Entwicklungen kommen mag wie in den Staaten.
Via: Government Technology:
Immigration Laws Broken, Says Bloomberg, Suggests Biometric Employment Cards