Heute musste ich in die Stadtbibliothek, um ein Fernleihbuch zurückzugeben und schlenderte wie immer zuerst zur Science Fiction Abteilung. Aber was sage ich "Abteilung". Das war mal früher so. Jetzt steht dort nur noch ein Regal, das umzingelt wird von Regalen in dreifacher Anzahl, über denen fett "Fantasy" steht. Auf allen kitschigen Buchdeckeln prangen Elfen, Magier, Drachentöter, Ritter, Zauberinnen, Gnome, Orks, Dämonen, dass es nur so kracht. Wenn man wahllos zwei, drei Titel in die Hand nimmt und sich den Klappentext anschaut, liest man jedesmal die gleiche Story, nur minimal variierend und alle entpuppen sich als Abwandlungen von Tolkien, Le Guin oder Moorcock.
Es mag ja jeder lesen was er will, aber ich habe für diesen eintönigen Fantasy-Esoterik Sumpf nichts übrig. Aus Frust habe ich mir, mich an einen Jabberchat erinnernd, Fahrenheit 451 von Brabury in einer örtlichen Buchhandlung gekauft, den ich zwar schon vor langer Zeit gelesen, aber noch nicht vor Ort unter meinen Dystopien hatte. Und zu Hause angekommen, wurde dann noch die
Eclipse-Trilogie von John Shirley online um den
dritten Teil ergänzt.
Was ein paar Gnome und Elfen doch bewirken können.
Ist das denn möglich? Ja, aber selbstverständlich anders rum:Auf allen kitschigen Buchdeckeln prangen Elfen, Magier, Drachentöter, Ritter, Zauberinnen, Gnome, Orks, Dämonen, dass es nur so kracht… Fortsetzung hier: In der Bibliothek (21. Juni...
Tracked: Jun 24, 04:22