Gestern verurteilten die Reporter ohne Grenzen in
Google.com blocked as vice tightens on Chinese Internet users die Bereitschaft von Google, noch aktiver an dem Zensurregime in China mitzuwirken und die chinesischen Behörden, den Jahrestag des
Tiananmen Massakers vor drei Tagen – Kurzversion als YouTube Video
The History of the Tiananmen Square Massacre - in 3 Minutes – dazu benutzt zu haben, die chinesischen Internetuser noch stärker als bisher von allen, dem Regime nicht genehmen Informationsquellen im Ausland abzuschneiden.
Wie die Reporter und einige Weblogs zu China berichten, ist im Gegensatz zur staatlich "lizensierten", chinesischen
Googleversion die unzensierte, internationale Version von Google in den meisten chinesischen Provinzen nicht mehr erreichbar, auch Google Mail & News werden behindert und kritische Auslandsweblogs sind von China aus nicht mehr zu lesen – selbst nicht mehr mit Proxytools, die chinesische User benutzen, um die "
Great Firewall" zu durchbrechen, die anscheinend ein Hard- und Softwareupgrade durch die chinesischen Sicherheitsbehörden erfahren hat.
Die neuesten Kommentare von Googlegründer Sergey Brin zum Chinaengagement kann man übrigens im Associated Press Artikel
Brin Says Google Compromised Principles nachlesen – nicht im Google Blog oder den Google Presseveröffentlichungen. Auf die Google Philosophie No. 6 "
You can make money without doing evil" hinsichtlich des chinesichen Googleauftritts angesprochen, gab Brin darin zum Besten:
"We felt that perhaps we could compromise our principles but provide ultimately more information for the Chinese and be a more effective service and perhaps make more of a difference
(...)
It's perfectly reasonable to do something different, to say, 'Look, we're going to stand by the principle against censorship and we won't actually operate there.' That's an alternate path, it's not where we chose to go right now, but I can sort of see how people came to different conclusions about doing the right thing."
Mit chinesischen Tor Exit Nodes war es mir zwar möglich, die englische Googleversion aufzurufen, aber bei Eingabe von "Falun Gong" hakte es genauso wie beim Aufruf von Sites wie
www.epochtimes.com,
www.hrichina.org,
chinadigitaltimes.net, die in China nicht gern gesehen werden. Umgeschaltet auf den normalen Modus, funktionierte es wieder mit den Sites. Chinesische Tor User müssten also ausländische Tor Exit Nodes wählen, wenn deren IPs nicht ebenfalls in der Great Firewall zu Tode geblockt werden.
Man sieht, die
Amnesty Kampagne gegen Zensur und Repression ist gerade für China wichtiger den jeh. Aber nicht nur für China, sondern auch für Länder wie Äthiopien, wo laut der Heise Meldung
Kritischen Journalisten droht in Äthiopien die Todesstrafe, wie in vielen Ländern auch, an einem Zensur- und Filtersystem gebastelt wird und denjenigen, die sich darin verfangen, staatliche Ermordung droht.
Siehe auch:
Surveillance Studies: Googles Datensammlung… und anderes
Wired: Google: Don't Not Be Evil
BBC: China 'blocks' main Google site
de.internet.com: Zugriff auf Google.com erneut blockiert
Die chinesische Regierung hat wieder mal zugeschlagen und Google.com blockiert. Während die chinesische Version des Suchgiganten (google.cn) die Zensurregelungen der chinesischen Regierung annahm, bleibt die englische Version weiterhin unzensiert, woh...
Tracked: Jun 14, 00:44