Wie hier in Deutschland mit der
kommenden WM finden auch andernorts RFID Feldversuche statt, die das Überwachungspotential von Identifikationsdokumenten, die mit RFID Chips ausgestattet sind, bereits erahnen lassen.
Die weniger offensichtlichen und von der Öffentlichkeit ignorierten Versuche finden dort statt, wo es kein so großes Interesse weckt wie zum Beispiel bei großen Sportveranstaltungen wie der Fußballweltmeisterschaft, der Olympiade oder dem SuperBowl - in Gefängnissen und Schulen in den USA.
Gegen einen dieser Schul-Versuche wendet sich die
Forderung an den US Schuldistrikt Brittan nach Einstellung des RFID Versuchs, die von Eltern und einer Reihe Datenschutzorganisationen wie der EFF, ACLU und EPIC erhoben wurde.
Der Versuch findet u. a. an der
Brittan Elementary School statt, unterstützt von dem Unternehmen
InCom Corporation, das seine
InClass™ RFID Hardware für den RFID Versuch stellt und sich wohl fette Imagegewinne- und Profitzuwächse davon erhofft. Ohne die Eltern zu befragen, wurden die Schüler von der Schulleitung dazu gezwungen, ständig mit ID-Karten mit enthaltenem RFID Chip herumzulaufen, die in einer Plastikhülle um den Hals getragen werden - man hat davon Abstand genommen, den Schülern die Chips wie beim Vieh in die Ohren zu knipsen.

RFID macht aus Kindern glückliches Vieh...äh, glückliche Schüler.
Der RFID Chip enthält den Schülernamen, ein Foto, Schulklasse, Namen der Schule und eine vierzahlige Schul-ID Nummer. Wahlweise möge man das durch Name, Foto, Personalausweisnummer, Wohnort unseres kommenden Personalausweises ersetzen. Mit auf den Schulgeländen installierten RFID Scannern werden so die Schüler auf Schritt und Tritt überwacht. Wahlweise möge man Schulgeände durch Arbeitsstelle, Geschäfte, Behördengebäude, Innenstädte ersetzen. Zusätzlich erhält jeder Lehrer (= Arbeitgeber, Polizeistreife etc.) einen PDA, an den er die Daten des zentralen InClass Servers zu jedem Schüler übermittelt bekommt.
Aber wenigstens kann die Schulleitung in ihrem
wöchentlichen Mitteilungsblatt behaupten, mit der RFID Überwachung die Sicherheit der Schüler erhöht zu haben und froh verkünden, dass die RFID Chips
keine radioaktiven Elemente enthalten:

RFID macht alles
sicherer und ist
nicht radioaktiv!
Ähnliches wird uns ja auch jeden Tag von den Überwachungsfetischisten der Bundesregierung und der landesregierungen weisgemacht.
Pädophile dürfte es auch freuen, dass die Schüler schon von weitem anhand der Plastikhüllen zu erkennen und ihr Alter - wenn die RFID Chips nicht ausreichend gesichert sein sollten - mit RFID Readern ausgelesen werden kann.
Ausgewählte Testobjekte für neue Überwachungsprojekte Ich bin aufgrund etlicher Beobachtungen seit langem der Auffassung, dass viele neue und invasivere Überwachungssysteme und -anwendungen zuerst bei bestimmten Personenkreisen getestet werden, bevor ein
Tracked: Jun 27, 14:25