Wie sich bereits
Ende April abzeichnete und von der U. S. Regierung angekündigt, hat die U. S. Regierung am Samstag zur Sammelklage gegen AT&T wegen der Kooperation mit der NSA für deren geheimes "Terrorist Surveillance Program (TSP)" Abhörprogramm Anträge
gestellt, die Klage abzuweisen oder zum Vorteil der U. S. Regierung zu entscheiden und die Behandlung der Regierungsanträge jeglichen weiteren Verhandlungen und Anhörungen vor Gericht vorzuziehen.
Zur Unterstützung werden die Regierungsanträge, die das Vorrecht der U. S. Regierung durchsetzen, Informationen zum militärischen Staatsgeheimnis erklären zu lassen, wenn diese aus Sicht der Regierung die nationale Sicherheit gefährden, von inhaltlich in weiten Teilen zensierten Erklärungen des Direktors der U. S. Geheimdienste John D. Negroponte und des NSA Direktors Keith B. Alexander.
Im
Antrag der Regierung sind wie in den Erklärungen der Geheimdienstdirektoren etliche Abschnitte zensiert und ihr Inhalt nur dem entscheidenden Richter bekannt, z. B. wenn es um die Darstellung der neuen Herausforderungen für die Geheimdienste nach dem 11. September 2001 und den aufgenommenen Aktivitäten der Geheimdienste geht oder um die Argumente, die für die Erklärung des Staatsgeheimnisses sprechen.
In seiner
Erklärung beansprucht Negroponte formal für die U. S. Regierung und die Geheimdienste das Militär- und Staatsgeheimnis und spricht seine Unterstützung für das Geheimnisprivileg nach dem National Security Act aus, dass Aleaxander in seiner
Erklärung für die NSA erhebt.
Wie die New York Times in ihrem Artikel
Cheney Pushed U.S. to Widen Eavesdropping berichtet, soll Vizepräsident Cheney der Drahtzieher des TSP Programms gewesen sein und auf eine Ausweitung der NSA Aktivitäten in's Inland gedrängt haben, während NSA Juristen und Offizielle sich dagegen gesträubt haben sollen. Auf ihn gehe auch die Argumentationslinie zurück, dem U. S. Präsidenten sei es als Oberbefehlshaber der Streitkräfte im Kriegsfall auch erlaubt, Programme wie das TSP anzuordnen, mit der Präsident Bush ständig vor der Presse operiert, wenn es um die Legalität der NSA Programme geht.
Während sich also über das Terrorist Surveillance Program, mit dem die NSA internationale "one-end foreign communication" abhört, der Mantel des Staatsgehemnisses legt, gibt es zu dem
zweiten geheimen Programm, mit dem die NSA die Verkehrsdaten von Telefongesprächen auswertet, neue Informationen, die nahelegen, dass in die Datenbanken des Programms auch die Daten europäischer Telefonkunden einfließen werden.
Wie die schwedische Tageszeitung Sydsvenskan
berichtet, wurde auf einem "informellen" US-EU Treffen von amerikanischen und europäischen Sicherheitsbehörden am 2. / 3. März laut eines Protokolls, das der Tageszeitung vorliegt, vereinbart, dass Verkehrsdaten, die im Rahmen der europäischen Datenvorratsspeicherung anfallen, punktuell auch amerikanischen Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten nach Rechtshilfeersuchen übermittelt werden.
In dem Protokoll heißt es laut des Futurezoneartikels
Verwirrung um Telefonie-Datenaustausch: "
Die US-Seite merkte an, dass es Überlegungen gäbe, jeden einzelnen EU-Staat zu kontaktieren, um sicherzustellen, dass diese auf Basis der kürzlich angenommenen Richtlinie zu 'Data Retention' gesammelten Daten auch den US-Behörden zur Verfügung gestellt würden. Präsidentschaft und Kommission antworteten, dass diese Daten genauso wie alle anderen Daten auf Basis gegenseitiger Rechtshilfeabkommen - ob bilateral oder EU/USA - zur Verfügung stünden."
Gleichlautend heißt es in dem Bericht
Report of the EU-US informal High Level meeting on Freedom, Security and Justice on 2-3 March 2006 in Vienna des Rates der Europäischen Union unter dem Punkt "Extremists' use of Internet":
US side indicated that it was considering approaching each Member State to ensure that the data collected on the basis of the recently adopted Directive on data retention be accessible to them. The Presidency and the Commission replied that these data were accessible like any other data on the basis of the existing MLA agreements (bilateral as well as EU/US agreement). The Commission would convene an expert meeting on this subject.
D. h. wieder einmal erklärt die EU-Exekutive ihre vorauseilende (und auszubauende) Kooperationsbereitschaft zu einem Programm, über dessen Illegalität in den USA gerade erst diskutiert und verhandelt wird.
es ist recht interessant zu beobachten, wie sich die medien auf den NSA-skandal eingeschossen haben1. aber nur die wenigsten medien berichten auch darüber, das die dort erfassten informationen in der EU ebenfalls erhoben werden. hier ist das ganze...
Tracked: May 16, 23:20
Ich weiß nicht, ob das jetzt eine Art Vornewegverteidigung darstellt, weil die Klassifizierung der Informationen und Dokumente zum NSA / AT&T Deal als Staatsgeheimnis bevorsteht und AT&T gestern versucht hat, bei dem Richter, der die EFF Sammelkla
Tracked: May 17, 13:12
Wie schön, der Europäische Gerichtshof hat die Auslieferung der Daten europäischer Flugpassagiere and die USA für deren Passenger-Screening Programme und Anti-Terror-Datenbanken für nichtig erklärt und auch mit der Nichtigkeitserklärung der "Entscheidung
Tracked: May 30, 22:35
Das Update zu Vorratsspeicherung in USAEUEIRE, Vorratsspeicherung für die USA und Quick Freeze ade - Daten gehören auf Halde: US-Innenminister Gonzales wirbt mal wieder für die Datenvorratsspeicherung in den USA. Muss ja auch kommen, wenn man sich ab 2007
Tracked: Sep 20, 19:11