Im Februar hat sich die
OpenNet Initiative gegründet. Die Initiative ist eine Partnerschaft zwischen namhaften Universitäten wie dem Citizen Lab am Munk Centre for International Studies, der University of Toronto, dem Berkman Center for Internet & Society an der Harvard Law School und der Advanced Network Research Group des Centre for Security in International Society an der Cambridge University.
In ihrer Erklärung schreibt die Initaive zum Beweggrund:
"Die Anzahl von Staaten die danach trachten, das Internet zu kontrollieren, ist in den vergangenen Jahren rapide angestiegen. Mittels kraftvoller und zuweilen zwingend erscheinender Gründe - "zu Sicherung geistiger Eigentumrechte", "zum Schutz nationaler Sicherheit", "zum Schutz kultureller Normen und religiöser Werte" und "zur Behütung von Kindern vor Pornographie und Mißbrauch" - werden umfangreiche Filter- und Überwachungspraktiken vorgeschlagen und umgesetzt, um die "wahrgenommene" Gesetzlosigkeit des Mediums zu zügeln. Obwohl diese Praktiken meistens in undemokratischen Regimen auftreten, trachten auch viele demokratische Länder, angeführt von den USA, danach, dass Internet zu reglementieren. Etlich Regulierungen werden noch mit der Zeit zu erwarten sein. Filterung und Überwachung können jedoch die bürgerlichen Freiheitsrechte und die Privatsphäre ernsthaft erodieren und globale Kommunikation ersticken."
Die OpenNet Initiative wird diese Prozesse in Form eines Forschungsprojekts begleiten, das weltweite Filter- und Überwachungspraktiken dokumentiert, objektiv untersucht und analysiert, um auch unbeabsichtigte Konsequenzen und Fallgruben aufzuzeigen. Daneben untersucht die OpenNet Initiative Techniken und Programme zur Umgehung von Filter- und Überwachungspraktiken und entwickelt selbst den Psiphone Proxy und Proxyclient, der Zensurpraktiken über Filtering umgehen soll. Zu Psiphone hat die Initaive auch das
Psiphon Development Blog eingerichtet.
Wie die permanent stattfindenden Filter- und Zensurbemühungen in Ländern wie China oder Indien, von denen man z. B. in den
EDRi, EPIC oder GILC Newslettern erfährt, das Filterprojekt in NRW oder auch das Freenet Beispiel aufzeigen, sind Projekte wie die OpenNet Initiative dringend erforderlich und ich hoffe, dass sich die Initiative nicht als Projekt herausstellt, das eine Menge Papier produziert um nach einiger Zeit zu verstummen und mit Psiphone eine nützliche Anwendung herauskommt, mit denen User in China, Indien, den USA und auch Deutschland etwas anfangen können. Deshalb viel Erfolg!
Eine interessante Ergänzung zu Tor in Ländern, wo man ein schärferes Auge auf die Adressen der Tor Nodes haben könnte und den freien Zugriff auf Websites im Ausland zensiert und verfolgt, stellt das am 1. Dezember escheinende Psiphone dar, das von der Ope
Tracked: Nov 23, 19:09