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Sunday, November 30. 2003
Einen Service der besonderen Art, der auch in Deutschland ankommen würde, bietet das Unternehmen MapByte Ltd. in Großbritannien an. Das Hauptprodukt des Unternehmens nennt sich Mapminder und besteht aus hochauflösenden und zoombaren Karten, die den Kunden über ein Webinterface mit Hinweisen und Daten zu Adressen, Events, Schauplätzen usw. versorgen, die auch mit den Daten im Adressbuch von Outlook verknüpft werden können. Ein Zusatztool, das MapByte Ltd. nun dem Kunden anbietet, nennt sich Mapaphone. Mit Mapaphone kann man für 24.95 Pfund im Jahr einen Handy Tracking Dienst einrichten, der bis jetzt nur von Strafverfolgungsbehörden benutzt wurde, um den Aufenthalt oder das Bewegungsprofil einer Person über den Handystandort (Handy->Basisstation->Funkzelle) zu ermitteln. Effizienter dürften derartige Dienste werden, wenn GPS Module in Handys zur Standardausrüstung gehören. Besonders interessant dürfte der Dienst auch für Arbeitgeber sein, die Angestellte mit Handys ausstatten oder die im Arbeitsvertrag eine Rufbereitschaft mit dem Arbeitnehmer vereinbaren. Liegt die Zustimmung des Handybesitzers oder -nutzers vor, wird der Handystandort des Handynutzers von MapByte ermittelt und der Mapaphone Nutzer kann über das Mapminder Webinterface zu jeder Tageszeit den Aufenthalt und das Bewegungsprofil des Handynutzers über das Mapminder Karteninterface verfolgen. Ab Dezember deckt der Mapaphone Dienst das Orange, Vodafone und O2 Mobilfunknetzwerk ab. Mapminder Interface aus der FlashdemonstrationGefunden über den Slashdot Artikel Track People Using Their Mobile Phones.
Thursday, November 27. 2003
Auch der New Scientist hat einen Artikel zum RFID-Chipimplantat "VeriChip" von Applied Digital Solutions (ADS) veröffentlicht.
Wie New Scientist zu berichten weiß, könne laut ADS Sprecher Matthew Cossolotto, der bereits mit einem implantierten VeriChip herumläuft, der RFID-Chip eines Tages PC und Handy Log-Ins, medizinische Daten und Zugangscodes speichern.
Bereits im Juli 2003 waren dreißig Patienten in Mexiko (klar wo sonst, als in einem Land, wo Testpersonen billig zu haben sind) RFID-Chips implantiert worden, die einen sofortigen Zugriff auf deren medizinische Daten ermöglichten.
Für Cossolotto ist die VeriChip Technik sehr sicher. Das sieht Katherine Albrecht, die Gründerin der amerikanischen Verbraucherschutzorganisation CASPIAN, anders. Sie weist auf die Sicherheits- und Datenschutzrisiken hin, die sich ergeben, wenn gefälschte RFID-Scanner die Daten des Chips abgreifen und klonen könnten und wenn das VeriChip Netzwerk als Trackingdevice für Bewegungsprofile mißbraucht wird.
Mehr dazu im New Scientist Artikel Credit-card implant provokes criticism.
Das Ding wäre auch ein gutes Mittel für Staaten, die bestimmte Personen unter Hausarrest stellen oder den Bewegungsradius überwachen wollen (fällt mir spontan immer China und Guantanamo Bay ein). Statt einer elektronischen Fußschelle mit GPS bekommt z. B. ein Straftäter oder Dissident den Chip in die Schulter gepflanzt. Und wenn ich an die Sci-Fi Filme Fortress - Die Festung oder Die Klapperschlange denke...vielleicht könnte man ja in dem Chip auch noch eine tödliche Dosis Zyankali unterbringen, die die Person gleich tötet, wenn sie einen unautorisierten Kontrollpunkt mit RFID-Scanner überschreitet. Holt mich wieder mein Pessimismus ein oder die Gegenwart die Science-Fiction?
Wednesday, November 26. 2003
 Das, worüber WIRED in dem Artikel When Cash Is Only Skin Deep berichtet, muss wie Wasser auf die Mühlen aller RFID-Kritiker sein, die erst vorige Woche ihr Positionspapier über den Gebrauch von RFID auf und in Konsumgütern veröffentlicht haben. Der Titel des Papiers wäre mit " und auf, in und an menschlichen Körpern" zu ergänzen.
In dem Artikel berichtet WIRED über ein Produkt der Firma Applied Digital Solutions (ADS), die sich schon vor einiger Zeit mit ihren GPS-Überwachungsprodukten für Personen Digital Angel einen Namen gemacht hatten.
ADS hat den reiskorngroßen, passiven RFID-Chip VeriChip entwickelt, der nach Vorstellung von ADS in den menschlichen Körper eingepflanzt werden kann. Als erste Anwendung soll der Identifikationscode als Ergänzung oder Ersatz zur Kreditkarte der Identitätsprüfung dienen.
Bereits jetzt gibt es das SpeedPass Verfahren, bei dem in Schlüsselanhängern oder Uhren eingebaute RFID-Chips mit dem Kreditkartenaccount des Besitzers verknüpft ist. Der Anwender braucht so beim Bezahlen nur noch einmal Schlüsselanhänger oder Uhr vor dem RFID-Scanner zu schwenken, um zu bezahlen.
 VeriChip Identifikationsüberprüfung
Aber ADS hat nicht nur den zahlenden Kunden im Auge, sondern sieht den VeriChip auch als Lösung zur Personen- und Sicherheitsidentifizierung. Wie in der Beschreibung des Anwendungsbereichs Sicherheitsidentifizierung erkennbar ist, zielt ADS auf den wachsenden Bedarf an Überwachungstechniken in den Staaten seit dem 09/11:
Auf dem Gebiet der Sicherheit entwickelt das Unternehmen für den VeriChip aktiv vielfältige Applikationen für Sicherheits-, Verteidigungs-, Heimatverteidungs- und Zugangsschutzanwendungen. Die Anwendungen beinhalten z. B. die Nutzung des VeriChips, um den Zugang zu Regierungsgebäuden, Kernkraftwerken, privaten Gebäuden, nationalen Forschungseinrichtungen zu kontrollieren. VeriChip kann auch die Sicherungssysteme von Flughäfen, Fluglinien, Kreuzfahrtschiffen, Transport und Hafenmanagementsystemen erweitern. In diesen Märkten kann der VeriChip als eigenständige, fälschungssichere Technik zur Personenüberprüfung dienen oder mit anderen Sicherheitstechniken wie z. B. herkömmlichen Identifikationskennzeichen und Geräten zur biometrischen Identifikationsprüfung (z. B. Retina Scanner, Fingerabdruckleser, Gesichtserkennungssysteme) zusammenarbeiten. Das Unternehmen hat erst kürzlich VeriPass(tm) und VeriTag(tm) vorgestellt, die es den Sicherheitskräften von Flug- und Schifffahrtshäfen erlauben werden, den VeriChip Träger mit seinem Gepäck (sowohl während des Check-Ins als auch im Flugzeug selbst), mit Flug- und Fluglinienlogs und Datenbanken von Sicherheitsbehörden zu verlinken.
 Zugangskontrolle und Bewegungsprofil mit VeriChip
Ein VeriChip Implantat für jedermann ist zwar noch Science-Fiction, zeigt aber, was ein RFID-Implantat für einen Überwachungsstaat für Möglichkeiten eröffnen würde. Ich glaube aber, dass RFID früher oder später zum festen Bestandteil eines SmartCard Personalausweises werden könnte.
Tuesday, November 25. 2003
Mein erster Versuch mit Movable Type ist weiter gediehen. Ich habe mir mySQL installiert, etwas abgesichert, einen User für die Blogdatenbank und die Blogdatenbank angelegt. Für jemanden, der höchstens mal etwas von SQL, Primärschlüsseln, Datensätzen und Tabellen gehört hat, war das schon schwierig. Dann habe ich noch einen virtuellen Bloghost für meinen lokal laufenden Apache angelegt und MT nach Installationsanweisung konfiguriert und installiert und siehe da, das Standardtestblog erscheint im Browser und irgendwas wird auch in die Blogdatenbank von mySQL geschrieben. Funktioniert also schon mal. Es ist jedenfalls an sich interessant, mal die Sache von der anderen Seite zu sehen, als nur einen fertigen Blogservice zu nutzen. Vielleicht bekomme ich ja sogar Lust, mich ab und zu näher mit mySQL und dem Blogkram zu beschäftigen ;o) Da es grad um Blogs geht - ich höre ja auch immer gerne beim CCC Radio mit. Morgen geht es im Chaosradio um die "Blogosphäre". Als Ergänzung oder zum "Vorhören" bieten sich imo die Chaosradiosendungen 79 "Das Semantische Web" [ mp3| ogg] und 86 "Hallo Radio, hörst du mich?" [ mp3| ogg] an, in denen Blogs und die Blogossphäre schon ansatzweise zur Sprache kamen. Zum morgigen Thema "Die Blogosphäre" schreiben die Macher in der Ankündigung: Eine neues Kommunikationsphänomen erfasst das Internet: nach der privaten Nutzung von Mail und News erlangt nun auch das Web eine persönliche Note. Die individuelle Kommunikation auf tagesaktueller Basis findet in der Öffentlichkeit statt und ist sehr persönlich, wenn auch nicht sehr privat. Über Weblogs, auch Blogs genannt.
Von manchen als "Tagebücher" verkannt, haben Weblogs in den letzten Jahren durch ein paar einfach technische Weiterentwicklungen eine ungeheure Popularität erlangt: tausende neue Weblogs entstehen täglich weltweit und erlauben eine neue Form der Nachrichtenverteilung und -bewertung. Weblogs stossen auch in zunehmenden Maße bei der Wirtschaft auf Interesse, sei es in Form kommerzieller Weblogdienste oder einfach als alternative Kommunikationsform mit der Kundschaft.
Chaosradio 87 führt in die Welt der Weblogs, die "Blogosphäre", ein und erläutert sowohl die sozialdynamischen Prozesse als auch die technischen Grundlagen der neuen Webbewegung. Aha, dass Web erlangt eine persönliche Note! Erlangt es die erst jetzt in den Blogs durch persönlich bis privat gehaltenes Publizieren oder durch die Beteiligung der Besucher/Leser? Ich meine, ich könnte auch eine normale Homepage oder ein PHP Webforum anlegen und darin persönliches oder privates zum Besten geben, Kommentare oder Gästebucheinträge bieten auch dort den Besuchern die Möglichkeit, zum Inhalt beizutragen. Irgendwie sind doch Blogs damit kein neues Kommunikationsphänomen, bzw. unterscheiden sich für mich nicht viel zum herkömmlichen Webpublizieren. Aber wenn man sich herkömmliche Websites und -foren ansieht, geht es dort meistens mehr um fachlich-sachliche Themen und Links. Man benutzt die allgemein nicht für persönlich-private Texte. Also müsste das Private-Persönliche doch eines der herausragenden Merkmale von Blogs sein. Wenn ich mir aber die sogenannte Blogosphäre ansehe, trifft das aber auch nur auf einen Teil der Blogs zu und ich finde schon, dass die Bezeichnung als "Tagebuch" oder "Journal" für derartig ausgerichtete Blogs zutreffend ist, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass die Blogautoren das nicht gerne hören werden. Warum weiß ich nicht, denn ein "Tagebuch" Weblog ist doch an sich qualitativ nicht geringer zu bewerten als ein "Fach" Weblog (auch wenn mir persönlich diese Logs nicht so sehr liegen, weil mir im allgemeinen die Alltagserlebnisse von Dutzenden von Leuten, die ich nicht kenne, nichts bringen). Der andere Teil wiederum stellt zum größten Teil Linksammlungen oder Linkverweise dar, aber im Unterschied zur herkömmlichen Verlinkung im Web wird der Link durch Kommtare und Bewertungen des Blogautoren ergänzt - darin erschöpft sich für mich auch mehr oder weniger die Nachrichten-Funktion von Weblogs. Es ist doch meistens so, dass man in Blogs nur von Ereignissen liest, die man schon von anderen Nachrichtenquellen wie Zeitungen, Mailinglisten, Radio erfahren hat. Eine wirkliche Nachrichtengenerierung und -verteilung sehe ich nur dann, wenn man sich ausschließlich auf Weblogs stützen würde - aber wer macht das schon. Aber trotzdem spielt doch das stärkere Hervorteten des Autoren als Person sowohl in "Tagebuch" als auch "Fach" Weblogs eine große Rolle, auf den Foren und Homepages bleibt die Person an sich mehr im Hintergrund. Was bei den Blogs noch hinzukommt, ist die einfache und schnelle Art und Weise, mit der jede Person sofort publizieren kann, was imo vor allem den ganzen Blogdiensten zu danken ist. Kein Erlernen von HTML, CSS oder PHP, kein umständliches "Homepagebauen" hindert jemanden noch daran, im Web zu publizieren. Was die (alternative) Kommunikation durch Blogs im Vergleich mit Mail, News, Chats angeht - da ist es doch bei den Blogs nicht so doll bestellt. Auf jeder Mailingliste, in jeder Newsgroup oder in jedem Channel wird doch mehr zweiseitig kommuniziert, als in einem Blog. Der Blogautor schreibt, die Blogbesucher konsumieren und dürfen allenfalls einen Kommentar hinterlassen - nicht gerade etwas, was ich als alternative Kommunikationsform oder neues Kommunikationsphänomen im Sinne eines zweiseitigen, intensiven Kommunikations-Austausches von gleichberechtigten Kommunikationspartnern verstehe. Darunter würde ich mir ein offenes Blog vorstellen, ähnlich der Autorenkollektivblogs, in dem es die Trennung zwischen Blog-Besitzer und Blog-Konsument nicht mehr gibt, aber die Beiträge des einzelnen Autors vor Veränderung oder Verfälschung durch andere Autoren geschützt bleiben, wenn das gewünscht wird. In so einem Blog würde es deshalb auch keine Trennung mehr zwischen Beitrag und Kommentar geben, sondern neben alleinstehenden Beiträgen Beiträge die sich zueinander ergänzen oder Diskussionen widerspiegeln. Das erinnert mich wiederum mehr an die WiKis, die, so weit ich das sehe, der gemeinsamen Arbeit an Dokumentationsprojekten dienen und weniger dem alltäglichen und persönlich gehaltenen Austausch vieler Personen. Tja, fast alles bleibt im Dunkeln und ich bin genauso schlau oder dumm wie zuvor. Ändert sich ja eventuell nach der Chaosradiosendung, falls ich es schaffe, meine Ohren trotz der dämlichen Erkältung offen zu lassen. Oder man läßt den ganzen Theoriekram einfach beiseite, schreibt seine Einträge und liest die der anderen Blogonauten ;o)
Saturday, November 22. 2003
Beim Verein zur Förderung des bewegten und unbewegten Datenverkehrs (FoebuD e. V.) gibt es das leicht verständliche Positionspapier über den Gebrauch von RFID auf und in Konsumgütern, das von internationalen Konsumenten- und Bürgerrechtsorganisationen erstellt wurde.
Es erklärt die Technik, Funktionsweise und Einsatzgebiete der RFID Chips. RFID (Radio Frequency Identification Devices) sind Chips, in denen kleine Datenmengen wie Produktcodes, Seriennummern usw. gespeichert sind. Die Länge des Productcodes macht es möglich, jedem Gegenstand auf der Erde eine eindeutige Kennung zu verpassen. Zusätzlich ist jeder Chip mit einer Antenne ausgestattet. Die Daten des Chips werden bei der aktiven Chipvariante, die mit einer eigenen Energiequelle ausgestattet ist, selbsttätig an RFID-Lesegeräte in der Umgebung gesendet. Bei der passiven Chipvariante muss ein RFID-Lesegerät zunächst ein Funksignal aussenden, worauf die passiven Chips ihre Daten an das Gerät zurückfunken. Die Distanz zwischen Chip und Lesegerät ist abhängig von der Energieversorgung, Antennenlänge und Sendestärke der RFID-Lesegeräte.
Das Postitionspapier führt neben der Technik auch die Gefahren auf, die sich bei ungeregelter Anwendung als Überwachungstechnik für den Konsumenten und Bürger ergeben könnten. Über die Verknüpfung mit Daten, die eine Person eindeutig identifizieren, könnte z. B. ein umfassendes Konsumentenprofil erstellt werden. Über die Aktivierung von Techniken, die das Konsumentenverhalten im Laden analysieren, kann bei Aktivierung der RFID-Chips durch den Kunden im Laden ein Verhaltensprofil erstellt werden. Bei flächendeckendem Einsatz von RFID-Lesegeräten kann indirekt über den RFID-Chip eines Konsumgutes, dass eine Person an oder bei sich trägt ein Bewegungsprofil erstellt werden.
Um diese Gefahren aufzuzeigen und abzuwenden enthält das Papier einen Prinzipienkatalog, denen sich RFID-Hersteller und Anwender unterwerfen sollen, Anwendungen, die generell zu verbieten sind und eine Liste von Einwänden seitens der RFID-Hersteller und -Anwender, die das Papier versucht zu entkräften.
Eine Schwäche des Papiers ist imo die Konzentration auf Konsumgüter und die Anwendung der RFIDs zu Marktforschungszwecken. Es hätte viellecht noch mehr herausgestellt werden können, was der Einsatz von RFID-Chips bedeutet, wenn der RFID-Chip nicht auf einem Gurkenglas angebracht ist, sondern im Personalausweis oder Führerschein, die meistens jeder ständig bei sich trägt oder wenn jedes Handy einen RFID-Chip erhält – über die Registrierung der Käuferdaten und RFID-Chipdaten beim Handy- oder Kartenkauf oder Vertragsabschluss wäre z. B. die Verknüpfung zwischen Person und RFID-Productcode leicht möglich. Auch Handys gehören wie Ausweise zu Dingen, die jede Person meistens den ganzen Tag bei sich trägt, Bewegungsprofile kein Problem.
Wie auch immer, mit dem RFID-Perso, -Handy oder -Schuh, einer 3D-Gesichtsaufnahme und dem Fingerabdruck im Perso und in einer zentralen, europäischen Datenbank, beäugt von CCTV-Videokameras in jeder Stadt, von Toll Collect Datensammlern auf jeder Autobahn begleitet und im Internet durch permanente Telekommunikationsüberwachung behütet, fühlt sich der neue Bürger in der schönen, neuen Welt doch richtig aufgehoben.
Weitere Informationen zu RFID-Chips finden sich auch in der Tech-Trend Smart Chips Artikelreihe des SPIEGEL, in den Confidential RFID Documents von Cryptome und dem RFID-Special: Radio Frequency Identification von ZDnet. Viel Spaß mit den RFID-Gurken.
Friday, November 21. 2003
Dem Trend in den Blogs folgend, hier also mein Besuch in Southpark.
Erzeugt mit dem Southpark Avatar Generator, gefunden über Ivys Bar.
Tuesday, November 11. 2003
Szene aus Universal SoldierIm Artikel The Military - DARPA's new supersoldiers berichtet das Government Executive Magazine über die neuesten Träume der DARPA zur Aufrüstung des Warfighters zum Supersoldier. Die Figuren, die man sonst nur aus Science-Fiction Filmen wie Universal Soldier oder Starship Troopers und futuristischen Spielen wie Unreal Tournament oder HALO kennt, sollen das Schlachtfeld der Zukunft dominieren, denn für die DARPA steht fest: "The human is becoming the weakest link. Sustaining and augmenting human performance will have significant impact on Defense missions and systems."Der Soldat der Zukunft kann größeres und schwereres Waffengerät tragen, durch gepanzerte Exoskelette geschützt werden und mit Gedankenkraft unbemannte Kampfjets und fern von ihm liegende Waffensysteme bedienen. Von Kriegen, die mit hochgerüsteten, menschlichen Kampfmaschinen geführt werden, versprechen sich die US Militärs weniger Verluste an Material und eigenen Truppen, lassen sich deshalb an der Heimatfront besser verkaufen und lassen das ultimative Ziel der ständigen, weltweiten Dominanz ein Stück näher rücken. Freuen wir uns auf die Kriege der Zukunft :(
Screenshotausschnitt aus Unreal TournamentUm diese Visionen zu verwirklichen, wurden im Rahmen des 19 Millionen US$ schweren Brain Machine Interface Programm erfolgreiche Experimente mit Affen angestellt, deren Gehirnimpulse über ein Kopfsensorennetz aufgenommen und von einem Computer in Steuerbefehle übersetzt wurden, mit denen sich Roboterarme oder Cursor auf einem Monitor bewegen ließen. Dem Bericht des Magazins zufolge beschäftigen sich Teile des Programms auch mit dem umgekehrten Weg, dessen Realisierung aber noch ein paar Jahrzehnte entfernt liegt(?) So wird als Fernziel anvisiert, eines Tages menschliche Erinnerungen in implantierbaren Mikrochips in einer Form abzuspeichern, die anderen Soldaten ermöglichen, die Kampferfahrungen und das waffentechnische Know-How durch einen Upload aufzusaugen.  Das $40 Million US$ schwere Exoskeletons for Human Performance Augmentation Programm konzentriert sich dagegen auf die physische Aufrüstung der Soldaten. Eine Exoskelettpanzerung, die mit einem haptischen Interface aus Sensoren, wie man es bereits aus der Virtual Reality (VR) Technik kennt, bestückt ist, verstärkt jede Muskelbewegung des Soldaten, ermöglicht eine Traglast, die weit über die Ausrüstung hinausgeht, die Fußsoldaten jetzt zu tragen haben und befähigen den Soldaten weite Strecken durch extrem hohe Sprünge oder gar "kurze Flüge" zurückzulegen. An der University of California wurde bereits der sogenannte "Lower Extremity Enhancer" entwickelt, ein Beinbestandteil des Exoskeletts, der den Träger in die Lage versetzt, ohne Mühen Lasten von 260 Kilogramm in jedem Terrain zu transportieren. Noch weitere Strecken könnte der Soldat der Zukunft mit einem Einpersonenfluggerät wie dem SpringTail XVC-4 zurücklegen - hätte er über ein Brain-Machine-Interface die Hände frei, wäre er noch dazu in der Lage, aus der Luft zu kämpfen. "SpringTail" PrototypAber auch solch ein Soldat wird irgendwann müde und benötigt heute die 5 bis 10 Milligramm des Amphetamins Dexedrin, die ihm von der Truppenführung verstohlen gewährt werden. Das soll in Zukunft das Continuous Assisted Performance Programm verhindern helfen, das sich die DARPA weitere 20 Millionen US$ kosten läßt. Mit Hilfe der Programmergebnisse, die dem Soldaten einen quasi elektronisch gesteuerten oder simulierten Schlaf bescheren, aus dem sie in Sekundenbruchteilen wieder mit voller Aufmerksamkeit geweckt werden, sollen Soldaten eine Woche lang kontinuierlich kampffähig bleiben. Lest auch Schneller, tödlicher und präziser - Das Pentagon bastelt am Soldaten der Zukunft in der Telepolis. Northrop Grumman X-47B Unmanned Combat Air Vehicle (UCAV), das in der Zukunft über Brain-Machine-Interfaces vom Piloten über feindlichem Zielgebiet gesteuert werden könnte
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